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Shivarajan ist mit seinem Elefanten sicherlich auch wegen seiner tollen Ausstrahlung von diesem Regisseur aus Mumbai erwählt worden. Die Film-Crew, die oben in den Bergen auf ihn und Uma Devi wartet, hatte immerhin in Guruvayoor die Auswahl unter über 40 Tempelelefanten.
Guruvayoor (oder Guruvayur) liegt südlich von Calicut in der Küstenregion Thrissur. Der dortige Tempel ist der berühmteste Wallfahrtstempel Keralas - architektonisch allerdings für Touristen weniger attraktiv.
Reiche Inder betrachten es als glückbringend, einem Tempel einen Elefanten zu kaufen - aber das ist nicht so einfach. Die meisten Tempel können sich die Unterhaltskosten für einen Elefanten nicht leisten und lehnen die Gabe ab.
So hat der Guruvayoor-Tempel in den vergangenen Jahrzehnten als einziger gestiftete Elefanten angenommen. Es ist ein reicher Tempel, der ja das notwendige Personal und die Unterbringungsmöglichkeiten bereits hatte.
Allerdings haben nun auch die Brahmanen von Guruvayoor die Bremse angezogen. Wer heutzutage einen Elefanten stiften möchte, muß auch gleich für die Unterhaltskosten in Vorlage treten.
Das wurde notwendig, weil mehr und mehr Elefanten kamen, die zur Waldarbeit zu alt geworden waren oder wegen falscher Behandlung Verhaltensstörungen zeigten. Das "Elefanten-Altersheim" in Guruvayouur darf man nur in Ausnahmefällen und strikt ohne Kamera besichtigen.
Bedauernswerte Kreaturen fristen dort in schweren Ketten ihr Dasein. Als ich vor Jahren dort war und heimlich gefilmt habe, waren die Elefanten in der prallen Sonne angekettet, und man sah an den Ringen und Ösen, daß sie auch nie losgemacht wurden. Bis zu 80 Jahre alt war der älteste Bulle. Bei vielen anderen Tieren, die in schwerem Hospitalismus hin und her schaukelten, verboten die Aufseher die Annäherung. Trotz der Ketten waren die Tiere für Fremde anscheinend trotzdem gefährlich.
(Fotos: (C) Bernd Symons 2003) Die Bildqualität ist begrenzt, weil die Bilder
aus dem laufenden Videofilm geschnitten wurden