Kerala Discovery Galerie "Uma Devi"

 

 

Bild 03-3136


So oft war ich auf dem Weg von der Farm zur Küste durch das Muslimdorf Koduvalli gefahren und den dortigen Fluß immer nur im Vorbeifahren gesehen. Heute wollte ich dort mal zum Ufer hinunter. Vielleicht den Wäscherinnen zuschauen - oder was sonst noch so geboten wird.

Unten am Flußufer angekommen, finde ich im üppigen Tropenbusch einen Pana-Baum. Es ist der, der in der Bildmitte aus dem Dschungel herausragt. Mein Kerala-Lieblingsbaum. Das ist nämlich beileibe nicht die Kokospalme, von der das Land Kerala seinen Namen hat. Über den Pana könnte ich Euch viel erzählen - auch ohne Botaniker zu sein. Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Nur so viel: Es sind sehr hohe Bäume, die meist etliche Meter aus den Kokoswäldern herausragen. Und sie sind selten geworden. Vielleicht, weil sie nicht nur meine Lieblingsbäume sind, sondern auch die der indischen Elefanten. Jedenfalls war dies hier der erste, den ich auf dieser Keralareise entdecke.

Und noch etwas fällt mir auf: Genau dort, wo jetzt gerade Ramesh steht, liegen etliche abgerissene Zweige des Pana am Wegesrand.

Ein untrügliches Zeichen, daß hier ein Elefant gewesen ist!

Denn die indischen Arbeits- und Tempelelfanten essen fast hauptsächlich die Zweige und das Laub genau dieses Panna-Baumes. Und weil die nicht überall wachsen, haben sie davon immer ein dickes Proviantpaket dabei. Das haben wir ja eben bei der vorüberziehenden Elefantendame gesehen.

Das Laub am Boden war noch recht frisch, und meine Erfahrung sagt mir: Der Elefant kommt gegen Abend wieder her. Hier auf dem Platz am Fluß ist ein idealer Lagerplatz für einen Arbeitselefanten auf Wanderschaft.

 


(Fotos: (C) Bernd Symons 2003) Die Bildqualität ist begrenzt, weil die Bilder aus dem laufenden Videofilm geschnitten wurden