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Reisenachrichten zu unseren Indienreisen

„Tourismus ist wie Feuer: Du kannst damit Dein
Essen kochen – aber auch Dein Haus abbrennen
.“

 

Diese Newsseite wurden am 07.07.11 13:59 Uhr aktualisiert

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Indiens Nationalblume: der Lotos

Inhalt heute:

KD-TravelNews

·          07.07.11: Sicherheitshinweise für Jammu & Kaschmir

o         Landesteil Kaschmir

o         Landesteil Jammu

o         Landesteil Ladakh

§          Zu den kompletten Sicherheitshinweisen

·          10.06.11: Reisekrankheiten: Viele unterschätzen das Risiko

·          17.10.10: Last-Minute für KD-Reisen bis 31.03.2011

o         Ab 2 Personen auch für Neuanmeldungen

·          09.09.10: Indien hat Fieber

·          09.09.10: Fliegen wird teurer

·          16.06.10: Strengere Visa-Regeln für Indien

o         Auch Touristen müssen aufpassen

·          29.05.10: Telefon & Handy in Indien

o         Nehmt indische Prepaid-Karten!

·          21.02.10: Reisen trotz Krise - Die ITB als Ideengeber

·          27.12.09: ATM - Bargeld mit der EC-Karte?

·          24.12.09: Langzeit-Visa: Indien verschärft Auflagen

·          3.11.08: IGCS-Visaservice auch für Norddeutschland

·          27.05.08: Fische helfen im Kampf gegen Malaria

o         Streifenhechtling aus Kerala noch unbekannt

·          27.05.08: Reisegepäck: Schwer wiegende Willkür?

o         Informiere Dich!

o         Verwirrende Regelvielfalt

·          15.01.08: FlightStats - Fluginfo weltweit

·          24.11.06: Leidige Ticket Time Limits

o         Reisepreise ohne Flug?

·          16.06.06: Malaria - ausführlich in den INN

·          29.04.06: Vorsicht bei Salaten und Blattgemüse

o         "Durchfallquote" bei KD kaum meßbar

o         Was tun, wenn man im Urlaub nicht "kann"?

·          7.07.: Empfehlungen für Malaria-Vorsorge in Indien geändert

·          20.08.: Beifuß kommt Malaria bei

·          10.08.: Eine Indien-Traumreise beginnt im Bett

·          Kaputte Geldscheine - verwirrte Touristen

·          Einkaufen & Zoll

·          21.01.: Bösen Buben keine Chance

o         Das richtige Verhalten im Urlaub – nicht nur in Indien

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KD-TravelNews

 

07.07.11: Sicherheitshinweise für Jammu & Kaschmir

Das Auswärtige Amt hat die Sicherheitswarnungen für den indischen Bundesstaat Jammu & Kashmir am Donnerstag verschärft:

Landesteil Kaschmir

Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird von Reisen in ländliche Gebiete des Landesteils Kaschmir, insbesondere nach Sopore im Distrikt Baramullah sowie in den Distrikt Kupwara, abgeraten. Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Unmittelbar vor der Reise sollten aktuelle Informationen über die Sicherheitslage eingeholt werden.

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und zahlreichen Bombenanschlägen mit vielen Todesopfern geführt. Im Sommer 2010 kamen bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften über 100 Menschen ums Leben. Die Lage hat sich mittlerweile deutlich beruhigt. Ausländer sind in der Regel nicht direktes Ziel von Auseinandersetzungen.

Landesteil Jammu

In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh

Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauenswürdigen und ortskundigen Führern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten.

Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Zu den kompletten Sicherheitshinweisen

 

10.06.11: Reisekrankheiten: Viele unterschätzen das Risiko

München/Düsseldorf (dpa/tmn) - Es mehren sich die Schreckensmeldungen von Dengue-Fieber-Ausbrüchen, Cholera oder Chikungunya. Die Unsicherheit bei Fernreisenden ist groß. Informationen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen können schützen.

Dengue-Fieber? Davon hatten bis dahin meist nur Tropenreisende gehört. Inzwischen scheint es mancherorts die Malaria als gefürchtete Reisekrankheit abgelöst zu haben. «Dengue ist inzwischen die am meisten aus dem asiatischen Raum mitgebrachte Krankheit», sagt die Tropenmedizinerin Susanne Pechel vom Online-Dienst Fit for Travel.

Das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf warnte kürzlich vor dem Ansteckungsrisiko während der Regenzeit von Mai bis Oktober in vielen Ländern Mittelamerikas. Betroffen seien etwa Belize, Costa Rica, Guatemala und Puerto Rico. Auch in Südamerika gibt es das Problem: Allein Paraguay meldete von Anfang des Jahres bis Mitte April 7000 Fälle von Dengue-Fieber.

Die Erkrankung hat ähnliche Symptome wie Malaria: Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen. Das Positive an der Krankheit ist, dass sie von selbst ausheilt. «Eine medikamentöse Prophylaxe gibt es nicht», erklärt Reisemedizinerin Pechel. Allerdings ist die Tigermücke, die das Virus überträgt, Tag und Nacht aktiv. «Das heißt, man sollte sich auch rundum die Uhr mit Insektenschutzmittel schützen.» Tomas Jelinek vom CRM rät zu Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethylmethylbenzamid/-toluamid). Der «Expositionsschutz» vermindert nach Angaben von Pechel das Risiko, gestochen zu werden, um den Faktor zehn.

Eine Reisekrankheit, die lange noch unbekannter war als Dengue, ist Chikungunya. Anfangs vor allem auf Madagaskar und die Seychellen begrenzt, breitet sich das Virus weiter aus: «In Indien gab es im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Fälle, und da viele Europäer gerne nach Indien reisen, wächst die Gefahr der Einschleppung», sagt Prof. Hans Dieter Nothdurft von der Münchner Uniklinik. ...weiter bei SÜDDEUTSCHE.de (mit Tollwut, Zecken, Fuchsbandwurm, Hepatitis und weiterführenden Links)

 

17.10.10: Last-Minute für KD-Reisen bis 31.03.2011

Du hast keine Sonderreise gebucht oder Deine Anfrage kam nicht bereits vor dem 17.10.2010? Dann gibt es 100 Euro für jeden Gast, der sich einer bereits gebuchten Reise anschließt - Ab 2 Personen auch für Neuanmeldungen zu Euren Wunschterminen!

Das klassische Last-Minute gibt es nur in der Pauschaltouristik. Da werden kurz vor Torschluss Freikapazitäten verramscht, damit die letzten Sitze im Charterflug und die letzten Zimmer am Urlaubsort voll werden. Verlustminimierung nennt man das. Würden die vom Veranstalter en bloc gekauften Betten und Flugzeugsitze leer bleiben, wäre der Verlust noch größer. Aber gibt es eigentlich noch echte Last-Minute-Angebote dieser Art? Die meisten entpuppen sich doch heute als Verkaufstrick - wie sonst sollten wir "Last-Minute" 6 Monate vor Abflug verstehen?

 


LAST MINUTE
Rabatt
100,-

KD benutzt fast jedes Jahr im Oktober die gleiche "Mogelpackung", um noch einigen Unentschlossenen über die Schwelle zu helfen.

Dabei handelt es sich bei uns vielleicht eher um Last-Minute als bei den Großen. Die Preisvorteile werden allerdings von Jahr zu Jahr knapper. Immerhin geht es bei unseren Gastgebern nicht um Verlustminimierung, und wir können in Form von Rabatten kein Geld ausgeben, das wir nicht haben.

Die 100 Euro sollen also die Familienkasse der Gastgeber nicht schmälern. Deshalb biete ich sie all denen an, die sich zu einem bereits feststehenden Termin mindestens 2 gebuchten & bestätigten Gästen anschließen. Denn die Gastgeberfamilie hat beispielsweise fast den gleichen Aufwand mit 4 Gästen wie mit 2 Reisenden. Und die erstgebuchten Gäste brauchen auf den Last-Minute-Hunderter der Nachzügler nicht eifersüchtig sein: Sobald sich 4 Teilnehmer/innen für eine Reise angemeldet haben, fällt ja der Aufwandszuschlag fort. Der beträgt zur Zeit je nach Reiseziel 4% bis 15% des Grundpreises - also in jedem Fall mehr als 100 Euro.

Ab 2 Personen auch für Neuanmeldungen

Während der Last-Minute-Hunderter in erster Linie bereits gebuchten Reisen weitere Teilnehmer/innen verschaffen soll, gewähre ich ihn nun zusätzlich auch für Gäste, die sich gleich zu mindestens 2 Personen (Erwachsene) vormerken lassen. Hier schließen sich ja rein rechnerisch 1 oder mehr Personen der ersten an und erhalten je 100,00 Euro Rabatt. Den Hunderter gibt's also ab Teilnehmer 2, und in solchen Fällen sollte der Bonus gleichmäßig auf alle verteilt werden. Aber das entscheidet Ihr.

Die "Erstanmelder" einer Reise haben zudem das Privileg, den eigenen Idealtermin wählen zu können. Außerdem dürfen sie Einfluss auf den Reiseplan nehmen. Achtet also darauf, ob die in Frage kommende Reise nicht bereits einen geänderten Reiseverlauf hat. Dieser ist dann im Kapitel "Termine & Preise" in der Reisepartnerbörse veröffentlicht.

Der Last-Minute-Rabatt gilt für alle KD-Reisen, die ab 22.10.08, beantragt und vor dem 31. März 2009 angetreten werden. Er wird nicht gewährt, wenn der Antragsteller bereits vor dem 22.10. eine Option bzw. eine Flugbuchung oder ein Angebot erhalten hat oder Inhaber eines Reisegutscheins ist. Kein LM-Rabatt außerdem für gesondert kalkulierte Sonderreisepläne.

Zur KD-Seite "Termine & Preise" mit Reisekostentabelle und Reisepartnerbörse.

09.09.10: Indien hat Fieber

Tiger- und Gelbfiebermücken haben in Neu-Delhi eine Dengue-Fieber-Epidemie ausgelöst. Die Behörden überlegen, die Armee gegen die Mücken einzusetzen, wollen aber auch keine Panik auslösen.

Indiens Armee hat womöglich einen neuen Feind: Er ist drei bis vier Millimeter groß, bei weitem blutrünstiger als der ungeliebte Nachbar Pakistan und mit Viren bewaffnet, die selbst gestandene Mannsbilder für Tage außer Gefecht setzen. Indiens 16 Millionen Einwohner Hauptstadt Delhi wird der Mücken nicht mehr Herr und kämpft mit der schlimmsten Dengue-Epidemie seit langem. In der Not schlug Gesundheitsministerin Kiran Walia nun vor, die Armee zur Hilfe zu rufen, um den Virenbombern, die das gefürchtete Knochenbrecher-Fieber verbreiten, den Garaus zu machen.

Die Dengue-Epidemie könnte Indiens Ruf als aufgehender Stern Asiens böse lädieren. Für das Gandhi-Land geht es dieser Tage um sein Image: Die Kapitale Delhi richtet vom 3. bis 14. Oktober erstmals die prestigeträchtigen Commonwealth Games, die kleine Olympiade von Großbritannien und seinen früheren Kolonien, aus. Dabei wollte Indien der Welt beweisen, dass es selbst den Rivalen China, der 2008 mit den Olympischen Spielen glänzte, in den Schatten stellt.

Doch es läuft schief, was schief laufen kann. Drei Wochen vor den Spielen sind angeblich nicht einmal die Medaillen bestellt, die Stadien und Bauten ertrinken in Monsunfluten und Schlamm. Und in den Tümpeln feiern die Mücken fröhliche Brutorgien. Die 71 Teilnehmernationen fürchten inzwischen um die Gesundheit ihrer 15 000 Sportler und Abgesandten. Australien und Malaysia haben als Gesundheitstipps verkappte Reisewarnungen ausgesprochen, und auch andere Nationen drängen Delhi vehement, den Schutz der Sportler zu garantieren. ...weiter bei FR-online.de

09.09.10: Fliegen wird teurer

(RP) Die Bundesregierung will eine Luftverkehrsteuer einführen, die Flugtickets je nach Entfernung um acht, um 25 oder um 45 Euro verteuert. Die neue Steuer gilt für Tickets, die ab sofort für 2011 gebucht werden.

Fluggäste müssen ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Das Kabinett hat eine neue Luftverkehrsteuer beschlossen. Für jeden Flug bis zu 2500 Kilometer ins In- und Ausland wird eine Steuer von acht Euro fällig. Betroffen sind davon so beliebte Reiseziele wie Spanien, die Türkei und Italien. Wer von Düsseldorf nach Berlin und wieder zurück fliegt, muss die Steuer gleich zweimal zahlen. Für Länder, die bis zu 6000 Kilometer entfernt liegen wie Ägypten, Israel und Saudi Arabien, werden 25 Euro pro Flug und Gast fällig. Noch längere Strecken wie beispielsweise nach Südostasien und Australien schlagen mit 45 Euro zu Buche. (Jeweils pro Strecke)

Die neue Steuer gilt ab dem 1. Januar 2011. Hamsterkäufe sind nicht möglich. ...weiter bei RP-online.de

16.06.10: Strengere Visa-Regeln für Indien

Ein nicht lückenlos ausgefüllter Visumantrag für Geschäftsreisen wird im indischen Konsulat in Frankfurt derzeit mit einer Sperre für die Neubeantragung rigide abgestraft.

Wenn ein Visumantrag wegen Unvollständigkeit abgelehnt wird, behält sich das Konsulat vor, eine bis zu dreimonatige Sperre für die Neubeantragung auszusprechen. Bemerkungen wie „siehe Anlage“ oder freigelassene Felder führen bereits zur Ablehnung des Visumantrags wegen Unvollständigkeit, informiert die CIBT Visum Centrale.

Des weiteren wird darauf hingewiesen, dass alle Reiseziele in Indien im Antrag namentlich aufgeführt werden müssen. Der Vermerk „Rundreise“ reicht nicht aus, da einige Regionen wie Sikkim, Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur, Mizoram oder die Andamanen im Visum eingetragen sein müssen, um sie bereisen zu können. Das soll zunächst nur für Geschäftsreisen gelten - wer unsicher ist, sollte sich vor Antragsabgabe erkundigen.

Auch Touristen müssen aufpassen

Auch für Touristen bleiben die geltenden Visa- und Einreisebestimmungen Indiens schwierig. Touristenvisa, die für eine mehrmalige Einreise sechs Monate gültig sind, werden derzeit mit folgendem Sperrvermerk ausgestellt: „Gap of minimum 2 months is mandatory between visits to India”. Das heißt, dass Reisende nach der Ausreise aus Indien zwei Monate bis zur erneuten Einreise warten müssen.

Ist die Einhaltung dieser Sperrfrist aufgrund des Reiseverlaufs nicht möglich, muss die Anzahl der Einreisen im Visumantrag angekreuzt und der exakte Reiseverlauf mittels beigefügter Unterlagen (Flugbestätigungen, Buchungen etc.) erläutert werden. Die konsularische Vertretung entscheidet dann im Einzelfall über die Visumgültigkeit, die genehmigte Einreiseanzahl sowie über die Auslassung der Sperrfrist.

Die CIBT Visum Centrale verweist auch in diesem Zusammenhang auf die unterschied­liche Praxis der einzelnen Konsulate: So gewährt die konsularische Vertretung Indiens in Frankfurt derzeit höchstens eine dreimalige Einreise. Die von den indischen Konsulaten in Deutschland angekündigte Möglichkeit, die zweimo­natige Sperre durch ein indisches Konsulat in einem Nachbarland Indiens aufheben zu lassen, wurde durch Berichte von Reisenden bislang nicht bestätigt.

Adressen der zuständigen Visastellen unter "Reisehinweise"

29.05.10: Telefon & Handy in Indien

(KD-16.10.01 updated 29.05.10)  Nur knapp 50% der Bundesbürger haben Mobiltelefone, sagt die Statistik. Trotzdem fragt mich in letzter Zeit jeder, ob sein Handy in Indien funktioniert. Seit Oktober 2001 hat es in Indien einen solchen Mobilfunk-Boom gegeben, daß auch die Netzabdeckung enorm verbessert wurde. Wir haben sogar in der Wüste Gujarats Vollausschlag gehabt, wo es kilometerweit noch nicht einmal elektrischen Strom gab.

Dabei ist es schon lang kein Problem mehr, in Indien zu telefonieren. Ein Telephone-Booth mit Computerrechnung und meist auch Faxmöglichkeit findet sich an jeder Ecke. Achtet einfach auf die Schilder ISD/STD und PTO, denn die Telefone befinden sich zum Teil in irgendwelchen Geschäften und sind als Telefonzelle nicht erkennbar. Eine Telefonzelle mit Münzeinwurf und Selbstwahl gibt es sowieso nur an Flughäfen. Ansonsten sitzt neben jedem öffentlichen Telefon ein Mensch, der für Dich so lange wählt, bis die Verbindung steht – kommt keine zustande, wird auch nicht bezahlt. Dies ist aber hauptsächlich für Auslandsgespräche (ISD) zu empfehlen - Inlandsverbindungen sind oft grottenschlecht: Auf der anderen Straßenseite brüllte ein Mann. Er übertönte Motorenknattern und Hupkonzert, und Erika fragte: "Was hat denn der?" - "Der führt ein Ferngespräch nach Mumbai." wußte Raju - die Einheimischen bekamen ja im Umkreis von 100 Metern jedes Wort mit. "Und warum benutzt er dazu nicht das Telefon?" feixte Erika, und alle lachten. So gut die Auslandsleitungen sind, so schlecht sind die innerindischen. Mit ein Grund für den Handyboom der letzten Jahre.

E.T. im Prominenten-Special bei "Wer wird Millionär"
Günther Jauch fragt: "Möchten Sie vielleicht jemanden anrufen?"

Natürlich haben auch die Gastgeberfamilien Telefon. Das würde ich aber nur im Notfall benutzen, weil ich weiß, daß für Privatanschlüsse deutlich höhere Gebühren zu bezahlen sind. Oft haben die auch keinen auslandsfähigen Anschluss.

Wer trotzdem mit dem  Handy experimentieren möchte, der möge ein D1- oder D2-Handy (oder kompatible) mit Vertrag von hier mitnehmen – die Handys mit Prepaid-Karten wie Xtra oder CallYa funktionieren nicht mit indischen Karten. E-Netz von VIAG-intercom funktionieren bedingt.

Nehmt indische Prepaid-Karten!

Dagmar aus München kam Mitte Oktober zurück: "Ich habe für mein D2-Handy eine OASIS-cash-card für Rajasthan gekauft. RS 500 kostet die erste, man hat natürlich nicht für Rs 500 Gesprächsguthaben – 400 kostet allein die Karte, deshalb ist sie schnell leer. Sie gilt 30 Tage. Ich habe danach eine für RS 1000 gekauft, um dieselbe Telefonnummer zu behalten. Die gilt dann drei Monate, und bis dahin bin ich ja  wieder in Indien. Wenn ich wieder in Delhi bin, nehme ich die OASIS-Karte raus und meine D2 wieder rein."

Die Prepaid-Karten sind inzwischen deutlich billiger geworden. Auch 2010 werden in Indien immer noch die weltweit höchsten Zuwachsraten im Mobilfunkbereich gemeldet. Monatlich 1 Mio. neuen Nutzer - das führt zu immer günstigeren Preisen. Vergleiche die indischen Preise mit Deinen deutschen Handykosten und werde blass!

Noch bis 2005 galt: Erwartet von den indischen Netzen nicht zu viel – meistens gehen sie kaum weiter als bis zur Stadtgrenze größerer Städte. Das Roaming mit Deiner deutschen Originalkarte ist in Mumbai und Delhi möglich. Klaus Peter aus Stuttgart berichtet Anfang Dezember, daß er nun in allen größeren Städten der Rajputana Discovery (Jodhpur, Jaisalmer, Udaipur, Jaipur, Agra etc) mit seinem D1-Handy telefonieren konnte – mit den indischen Prepaid-SIM-Karten hatte er Probleme.

Aufgrund des Handybooms sind die weißen Flecken in der indischen Netzabdeckung inzwischen Geschichte. Lediglich in abgelegenen und bergigen Gegenden verlierst Du das Signal noch gelegentlich. Freunde empfehlen die Karten von AIRTEL, mit denen man inzwischen in ganz Indien und nach Hause telefonieren. Sage beim Kartenantrag, wo und wohin Du telefonieren möchtest, damit Du den richtigen Tarif bekommst: In Indien gibt es das "Domestic Roaming", und mit manchen Karten kannst Du nur in dem Bundesstaat telefonieren, in dem sie gekauft wurde. Siehe auch in den FAQ

Für die Webrecherche bei www.google.de „cellphone india“ oder „cellular phone india“ eingeben. An den Flughäfen in Delhi oder Mumbai sollen auch Mobiltelefone vermietet werden. Preise von 6 US$ pro Tag halte ich aber für zu teuer.

Wer ergänzende Erfahrungen hat, möge mir helfen, diesen Artikel "upzudaten".

21.02.10: Reisen trotz Krise - Die ITB als Ideengeber

Berlin. Die ITB 2009 dauert vom 10. bis 14. März. Privatbesucher dürfen am 13. und 14. März von 10 bis 18 Uhr aufs Messegelände. Tagestickets kosten für Privatbesucher 14 Euro, im Online-Vorverkauf 12 Euro. Schüler und Studenten zahlen 8 Euro. Indien in Halle 5.2b

Die Krise hinterlässt ihre Spuren bei der Urlaubsplanung. 2009 halbierte die Zahl der deutschen Touristen, die eine Last-Minute-Reise buchten. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Ulysses in München. Völliger Verzicht kommt für die reisefreudigen Deutschen aber auch in schwierigen Zeiten nicht infrage.

Stattdessen legen die Bundesbürger nun wieder mehr Wert auf Solidität und Sicherheit, heißt es in der Studie. Die Bedeutung der langfristig organisierten Haupturlaubsreise sei gestiegen. Gelegenheit zur gewissenhaften Planung bekommen die Verbraucher auf der Reisemesse ITB in Berlin (10. bis 14. März).

Trotz der Krise muss kein ITB-Besucher fürchten, durch halbleere Messehallen streifen zu müssen. «Die wichtigste und gute Nachricht ist, dass wir keinen Rückgang erwarten», sagt ITB-Sprecherin Astrid Ehring. Die Besucher könnten wie im Vorjahr mit 11.000 Ausstellern aus 180 Ländern rechnen - auch wenn die Stände diesmal ungewöhnlich spät gebucht worden seien.

Für die Privatbesucher stehen bei der ITB Inspiration und Beratung im Vordergrund. «Man kann in den Messehallen eine Reise rund um die Welt machen», erklärt Thorsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Für viele Privatbesucher, denen das Gelände mit seinen 160.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in 26 Hallen am 13. und 14. März offen steht, sei die ITB ein wichtiger Impulsgeber.

Neu ist ein eigener Bereich für Zentralasien in Halle 7.2b. Dort stellen sich Länder wie Usbekistan oder Tadschikistan vor. «Die haben für Reiseverwöhnte noch viel Entdeckungspotenzial», sagt Ehring. Die Asien-Halle 26 habe die Messegesellschaft aber trotz dieser Auslagerung mühelos füllen können. Indonesien und Thailand hätten ihre Ausstellungsflächen «extrem vergrößert». Auch in der Afrika-Halle 21/22 drängten sich die Aussteller. Und Indien in Halle 5.2b hätte gerne mehr Fläche gebucht, als die Messe anbieten konnte. ...weiter bei AZ-WEB

Die ITB im Internet

27.12.09: ATM - Bargeld mit der EC-Karte?

Die gute alte EC-Karte. Diese funktioniert über das Maestro-Zahlungsverbundsystem an vielen Geldautomaten (engl.: ATM = Automated Teller Machine) auch in Indien und ermöglicht direkte Abhebungen vom heimischen Konto zu erstaunlich günstigen Sätzen, für die Bargeldbeschaffung schlägt sie damit auf jeden Fall locker jede Kreditkarte.

Das weiß oft genug nicht einmal die Hausbank in der Heimat oder erzählt es jedenfalls nicht einfach so herum. Bitte nachschauen, ob die EC-Karte das Maestro- oder Cirrus- Symbol trägt, am System teilnehmende Geldautomaten sind dann im Internet unter http://www.mastercard.com/  gelistet (Direktlink siehe unten, eine erstaunlich große Liste indischer Städte findet sich da). Bisher hat sich noch niemand gemeldet, bei dem es nicht geklappt hat, obwohl diese Nachricht stets ungläubiges Staunen auslöst. In Bombay bietet sich insbesondere die Citybankfiliale in der MG Road zwischen Flora Fountain und VT auf der östlichen Straßenseite an. Die beiden linken Automaten geben nur maximal 3000 Rs pro Transaktion aus, der rechte hat eine Verbindung zum internationalen Netzwerk und gibt angeblich bis zu 15.000 Rs pro Transaktion her (ich selbst habe aber nur maximal 5000 Rs. abgehoben). Für die Abhebungen hat mir mein kontoführendes Institut die ganz normalen Fremdabhebegebühren in Rechnung gestellt. (Quelle: http://www.guether.de/ )

Wo gibt es Bargeld mit der ec-Karte in Indien? Im Geldautomatenverzeichnis sind mehr als 1 Mio. ATMs in über 210 Länder gelistet. Die Flughafensuche scheint allerdings nicht richtig zu funktionieren - nutze die Städteliste, denn nicht immer ist die Schreibweise des Namens einheitlich:

Globales ATM-Verzeichnis

24.12.09: Langzeit-Visa: Indien verschärft Auflagen

Indien hat seine Auflagen für Langzeit-Touristenvisa verschärft. Wie aus Kreisen des Außenministeriums in Neu Delhi verlautete, dürfen sich Ausländer mit Fünf- oder Zehn-Jahres-Visa zwar weiter 180 Tage am Stück im Land aufhalten, bevor sie vorübergehend aus- und dann wieder einreisen.

Bisher habe hier aber ein Kurzaufenthalt außerhalb Indiens genügt, nun müssten die Visums-Inhaber sich mindestens zwei Monate außer Landes aufhalten, bevor sie wieder einreisen dürften. "Wir haben die Regeln geändert, um den Missbrauch unserer Langzeit-Touristenvisa zu verhindern", hieß es aus den Kreisen. Die neuen Vorschriften seien schon seit 4. November in Kraft. Die US-Botschaft in Neu Delhi erklärte, die neuen Regeln würden nur sehr inkonsequent angewendet. Das habe einer ganzen Reihe von US-Bürgern bereits Probleme beschert. ...weiter bei N-TV.de

3.11.08: IGCS-Visaservice auch für Norddeutschland

Zuerst war es nur das Frankfurter Konsulat, dass die Visavergabe einer externen Servicegesellschaft übertragen hat. Inzwischen hat sich auch Hamburg angeschlossen, und die anderen Konsulate werden sicher bald folgen.

Das Indische Generalkonsulat in Hamburg nimmt nun seit dem 16.07.2008 ebenfalls keine Visa-Anträge mehr entgegen und verweist auf die IGCS. Je nach dem Bundesland Deines Wohnortes sind nach wie vor unterschiedliche Konsulate für die Vergabe der Indienvisa zuständig:

Für die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern das Indische Generalkonsulat, Widenmayerstr.15, 80538 München,

Für Berlin und neue Bundesländer Konsularabteilung die Indische Botschaft, Tiergartenstr.17, 10785 Berlin

Die IGCS ist bisher nur für das Frankfurter Konsulat zuständig gewesen - jetzt ist auch Hamburg hinzugekommen:

Für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen: Indo-German Consultancy Services, Friedrich-Ebert-Anlage 3, 7. OG, 60327 Frankfurt (An bestimmten Tagen auch in den Außenstellen Köln und Essen, Info unter IGCSvisa.de)

Für Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen: Indo German Consultancy Services Ltd. Mundsburger Damm 6, 22087 Hamburg - IGCSvisa.de

Der Nachteil: Das Touristenvisum kostet bei den Konsulaten 50,00 Euro - im Zuständigkeitsbereich der IGCS kommen aber Bearbeitungsgebühren von 13,50 Euro hinzu. Wer also im Konsularbereich Frankfurt oder Hamburg wohnt, zahlt fast 30% mehr fürs Visum.

Mehr hier in den Reisehinweisen

 

27.05.08: Fische helfen im Kampf gegen Malaria

Ein beliebter Speisefisch könnte auf biologische Art bei der Bekämpfung der Malaria helfen: Der Nil-Tilapia frisst die Larven der an der Verbreitung des Erregers maßgeblich beteiligten Anophelesmücken und kann somit auch als Waffe im Kampf gegen die Fieberkrankheit dienen. Dies wurde im vergangenen Jahr aus Afrika berichtet - vom Streifenhechtling, dem Wunderfisch aus Keralas Pfützen, haben wir aber schon vor 10 Jahren gesprochen

Da sich zunehmend Resistenzen gegen eingesetzte Pestizide bilden, werden biologische Bekämpfungsmethoden wichtiger. Über ihre Untersuchungen in kenianischen Fischteichen berichten afrikanische Forscher in der Fachzeitschrift „BMC Public Health“.

„Die Fische waren derart effektiv darin, die noch unreife Moskitopopulation zu dezimieren, dass dies vermutlich auch einen merklichen Effekt auf die Zahl der ausgewachsenen Moskitos in dieser Gegend hat“, erklärt Annabel Howard vom International Centre of Insect Physiology and Ecology in Nairobi (Kenia).

Gemeinsam mit ihren Kollegen hatte die Insektenforscherin Howard zahlreiche Exemplare vom Nil-Tilapia in verlassenen Fischteichen im Westen Kenias ausgesetzt. Die Wissenschaftler kontrollierten über einen Zeitraum von einem halben Jahr das Leben in den neu besiedelten Teichen und verglichen es mit dem in einem nahe gelegenen Kontrollteich. Nach 15 Wochen hatten die gefräßigen Fische die Zahl der Larven der beiden Anophelesarten, die in dieser Region primär Malaria übertragen, um mehr als 94 Prozent reduziert.

Streifenhechtling aus Kerala noch unbekannt

Den vorstehenden Artikel hat die WELT im August 2007 veröffentlicht. Er erweckt den Eindruck, als seien Fische als natürliche Fressfeinde von Mückenlarven etwas Neues im Kampf gegen die Malariamücken wären. Statt dessen werden anscheinend immer noch die sumpfigen Brutgebiete der Anopheles mit Unmengen von Insektiziden eingenebelt.

Dass Fische mit Vorliebe Mückenlarven fressen, ist jedem Aquarianer bekannt. Die beliebten Guppies fressen sie ebenso gern wie die verschiedenen Buntbarsche. Jedes Zoogeschäft bietet lebende Mückenlarven als Fischfutter fürs Aquarium an.

Tropenfischexperte Martin Bauermeister hat als KD-Gast vor acht Jahren die Gewässer in Kerala untersucht. Dabei hat er Arten bestimmt, die noch gar nicht mit lateinischen Namen katalogisiert waren. Aber auch den oben erwähnten Tilapia fand er hier. Doch die Antwort auf die Frage, warum Kerala vielleicht das einzige Tropenland der Welt ist, in dem es kaum Moskitos gibt, liefert vermutlich der winzige Streifenhechtling (Aplocheilus lineatus).

Wenn doch bekannt ist, dass Mückenlarven für viele Süßwasserfische willkommene Leckerbissen sind, muss man doch nur eine Fischart finden, die in möglichst allen Gewässern leben kann. Der Streifenhechtling lebt in stehenden wie fließenden Gewässern und sogar in Pfützen und Entwässerungsgräben, die immer wieder austrocknen. In diesen Trockenperioden überlebt der Winzling mit reduzierten Vitalfunktionen im Schlamm eingepackt, um beim nächsten Regenfall wieder munter auf Mückenlarvenjagd zu gehen.

Das macht diesen Fisch vermutlich zur wirksamsten Waffe gegen Malaria. Und natürlich auch gegen Dengue und Chikengunya, denn der Streifenhechtling macht keinen Unterschied zwischen Anopheles oder Aedes.

Wie bekommt man die Wissenschaft dazu, diese Theorien einmal genauer zu untersuchen? Nach Martins Veröffentlichungen hat sich hier jedenfalls noch nichts bewegt.

Wer Martins Bildbericht "Südindien - oder Fische fangen, wo der Pfeffer wächst" lesen möchte, findet ihn in den INN 78 vom 30.11.2000

27.05.08: Reisegepäck: Schwer wiegende Willkür?

Es scheint, dass sich das Bodenpersonal hier mit willkürlichen "Rules" ein Zubrot verdient. Das sage ich allerdings unter Vorbehalt, denn die geltenden Bestimmungen sind unübersichtlich und von Airline zu Airline verschieden. Und sie ändern sich seit 3 Jahren regelmäßig. Die hier für eine Tabelle zusammen getragenen Daten können also im Herbst schon wieder anders lauten. Deshalb behalte diese Probleme im Hinterkopf und informiere Dich vor der nächsten Flugreise bei Deiner Airline.

Ein Leserbrief vom vergangenen Sonntag im Leserforum der Berliner Morgenpost erinnert mich an meine eigene Rückreise mit Emirates. Denn in Delhi gab es beim Check-in ähnliche Probleme. Lilo-Elisabeth Noell per E-Mail:

"Ich bin schon seit 30 Jahren im Besitz einer sogenannten Koffer-(Feder-)Waage, die ich auf Reisen immer dabeihabe. Vor dem Abflug wiegen wir immer den Koffer und können dann noch einiges ins Handgepäck umpacken, wenn nötig. Auf einer Indien-Reise hatten mein Mann und ich einen einzigen Koffer mit 21 Kilogramm Gewicht.

Code:

Stand 28.03.08 - 
Fluggesellschaft:

Aufgegebenes Gepäck
(Economy):

Handgepäck
(Economy):

Informationen:

 AF

Air France

Je nach Destination pro Gepäckstück, pro Flug und pro Person 20 bis 23 kg

1 Stück + 1 zusätzl. Gegenstand / 12 kg / 55 x 35 x 25 cm

Gepäckinformationen u.v.m.

 AZ

Alitalia

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 5 kg / 55 x 35 x 25 cm

Gepäckbeförderung

OS

Austrian Airlines

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 8 kg / 55 x 40 x 23 cm

Reisegepäck

 BA

British Airways

23 kg

1 Stück / 6 kg / 56 x 45 x 25 cm

Freigepäck

 EK

Emirates

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 55 x 38 x 20 cm / 15lbs (7 kg) / Länge + Höhe + Breite = 115 cm

Baggage Allowance

 EY

Etihad Airways

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 7 kg / 115 cm

Baggage Information

 KL

KLM Royal Dutch Airlines

(44 lbs) 20 kg

1 Stück / (26lbs) 12 kg / 55 x 35 x 25 cm

Reiseinformationen:Gepäck

 LT

LTU

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / bis zu 6 kg (8kg für Laptop) ohne Anrechnung auf das Freigepäck / 55 x 40 x 20 cm

Gepäckinformationen u.v.m.

 LH

Lufthansa

Pro Flug und pro Person 20 kg + 1 Skigepäck.

1 Stück / 8 kg / 55 x 40 x 20 cm

Info & Service/Freigepäck

 MA

Malev

Pro Flug und pro Person, je nach Destination 20 bis 23 kg

1 Stück / 10 kg / 55 x 40 x 20 cm

Reisen mit Malev

 QR

Qatar Airways

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 7 kg / 50 x 37 x 25 cm

Information & Services

 BI

Royal Brunei

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 7 kg / 55 x 38 x 20 cm

Gepäck & Handgepäck

 SQ

Singapore Airlines

Pro Flug und pro Person 20 kg

1 Stück / 7 kg / Länge + Breite + Höhe in der Summe nicht mehr als 115 cm (45 inches)

Zulässiges Freigepäck

 UL

Sri Lankan Airlines

Pro Flug und pro Person 20kg

1 Stück / 7 kg / 46 x 36 x 20 cm

Reisetipps/Gepäck

 LX

Swiss

Bestimmungen für Europa- und alle Interkontinentalflüge ausser Flüge von/nach USA und Kanda. Berechnung nach Gewicht: 20 kg
Bestimmungen für Flüge von/nach USA und Kanada: Berechnung nach Stückzahl: 23 kg

1 Stück / 8 kg / 55 x 40 x 20 cm

Informationen/Services/Gepäck

 TG

Thai Airways

Pro Flug und pro Person (44 lb) 20 kg

1 Stück / 7 kg / max. 115 cm (56 x 46 x 25 cm)

Gepäckservice

Beim Einchecken für den Heimflug von Delhi wog der Koffer plötzlich auf der Schalterwaage 29 Kilogramm. Wir waren erstaunt darüber, konnten uns diese plötzliche Gewichtszunahme nicht erklären und sollten 180 Dollar Übergewichtsgebühr bezahlen. Wir meinten, wir seien ja zu zweit, hätten also 40 Kilogramm Gepäck frei, und überdies sei das eine Gruppenreise.

Der indische Lufthansa-Angestellte klärte uns auf, dass ein Koffer nicht mehr als 20 Kilo Gewicht haben dürfte, auch wenn das einzige Eincheckgepäck für ein Ehepaar sei (bis dahin war uns das völlig neu).

Mir wurde es zu dumm, ich zog meine Kofferwaage heraus, sprang auf die Waage, hängte den Koffer hinein, zog ihn hoch (Federwaage) und rief: Look, 21 and not 29. Sein Nebenmann am Schalter wurde jetzt auf mich, die wie von der Tarantel gestochen mit dem Koffer an einer Handwaage auf der Waage stand, aufmerksam. Nach einer kurzen Unterredung der beiden konnten wir ohne zusätzliche Gebühr einchecken.

Ich bin froh, dass ich meine Kofferwaage immer dabeihabe, weil man sich anders ja nicht wehren kann als mit einem Gegenbeweis, aber so etwas haben wir noch nie erlebt."

Informiere Dich!

In meinem Fall war Sascha noch nicht eingetroffen, als ich im März im Delhi International an den Emirates-Schalter trete. Mit einem 35kg-Koffer und der Erklärung, es handle sich um gemeinsames Gepäck. Doch der Scherge sagt streng, dass je Gepäckstück nur 30kg erlaubt seien - unabhängig vom 20kg-Limit pro Person. Mir ist das auch neu. Aber in Zeiten täglich wechselnder Sicherheitsbestimmungen ist das unmöglich zu verifizieren. Zumal die Schlangen an den Schaltern schon sehr lang sind.

Dennoch bleibt mir nichts anderes übrig als meinen Schlangenplatz aufzugeben und erst mal auf Sascha zu warten. Der hat ja nur eine Reisetasche, und ich kann etwas umpacken. Zum Glück habe ich ebenfalls so eine Federwaage immer dabei. Unverzichtbar für alle, die in Indien günstig einkaufen wollen. Ich stecke die Waage immer in ein Außenfach meines Rollenkoffers, damit sie stets greifbar ist. Einziges Problem für alle, die noch keinen internationalen Wettbewerb im Fingerhakeln gewonnen haben: Der Ring oben an der Waage schneidet beim Heben ganz schön in den Finger. Tipp: Ein ca. 7cm langes Stück Rundholz z.B. von einem alten Besenstiel absägen und zur Waage legen. Das kann man dann als bequemen Griff durch den Tragering der Federwaage stecken.

Meine Federwaage geht allerdings nur bis 25kg. Als Sascha eintrifft, wiege ich deshalb seine Reisetasche und fülle sie dann auf 22kg auf. Und dann geht es wieder in die Schlange. Vorsichtshalber an einem anderen Schalter. Als wir nach etwa 30 Minute dran sind, kamen Reisetasche und Koffer zusammen auf die Waage, und für das Einzelgewicht interessierte sich der nette Clerk am Schalter überhaupt nicht mehr. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch an das Gute im Menschen glaube und keine schlafenden Hunde wecken will, frage ich erst gar nicht nach den geltenden Bestimmungen...

Verwirrende Regelvielfalt

Die Regeln habe ich erst jetzt auf den Webseiten der Airlines zusammengetragen. Auf die "Tagesform" des Personals (die meist die Auslastung der Maschine widerspiegelt) sollte man sich bei der Planung nämlich nicht verlassen. Auch nicht auf die Einzel-Erfahrung von Travellern, die man in diversen Internetforen liest. Airlines haben nichts mehr zu verschenken. Die Zeiten, dass die Laune der Mitarbeiter beim Check In bestimmt wie viel Gepäck über das offiziell erlaubte Limit hinaus eingecheckt werden kann, sind seid einiger Zeit vorbei.

Einige Fluglinien haben seit Mitte 2005 die Freigrenzen im Zuge der gestiegenen Kerosinpreise deutlich eingegrenzt: Seit 13.10.05 dürfen beispielsweise bei der Air Canada nur noch zwei Teile mit einem Einzelgewicht von bis zu 23 kg kostenlos aufgegeben werden, alternativ ein Koffer bis maximal 32 Kilogramm. Allerdings muss ein Aufpreis für "Heavy Baggage" (Schweres Gepäckstück) gezahlt werden, wenn der Koffer über 23 Kilogramm wiegt.

In jedem Fall ist davon auszugehen, dass die Bestimmungen eher strenger werden. So schreibt zum Beispiel Kira:

Als wir am 14.03. bei Emirates unser Gepäck eincheckten, klärte uns ein freundlicher Mitarbeiter der Fluggesellschaft auf, dass ab dem 01.04.2008 genauestens auf die Einhaltung des Gepäckgewichtes geachtet wird. Bisher hat Emirates wohlwollend ein Übergewicht bis zu 5 Kilo pro Gepäckstück akzeptiert. Aus wirtschaftlichen Gründen, so wurde uns erklärt, wird jetzt für jedes zusätzliche Kilo eine Gebühr zu entrichten sein, die nicht ganz unerheblich ist.

Informiere Dich unbedingt auf den Websites der Airlines über die aktuellen Bedingungen. Zusätzlich verwirrend: Es gelten die Regeln der Airline, die den Check-In durchführt. D.h. bei Flügen mit Partner-Airlines im Rahmen von Airline-Allianzen (z.B. Qantas/British Airways; Lufthansa/AirIndia/Singapore/Air New Zealand) betreiben, kann es vorkommen, dass die strengeren Regeln des Partners gelten.

Nochmals: Die Regeln aus meiner Tabelle können sich bis zu Deinem nächsten Flug ändern. Oder sogar je nach Flugstrecke unterschiedlich sein. Deshalb unbedingt vor Abflug aktuell bei der zuständigen Luftlinie erkundigen!

15.01.08: FlightStats - Fluginfo weltweit

Ob der Flug pünktlich startet, wo am Flughafen die günstigsten Parkhäuser stehen und wie das Wetter am Zielort wird - all das erfahren Reisende jetzt unter http://www.flightstats.com/ - jetzt hier bei KD-online direkt abrufbar.

Track Flight Status & more at www.flightstats.com

Die Datenbank der US-Internetseite www.flightstats.com bietet Informationen über fast alle großen Flughäfen weltweit. Dabei fängt der Service bereits bei der Planung an: Die neuesten Flugangebote und Ratschläge anderer Reisenden sollen Entscheidungshilfen bieten.

Steht die Reise kurz bevor, können Check-In-Zeiten überprüft, aktuelle Verspätungen verfolgt und ein Parkplatz am Flughafen reserviert werden.

Der Betreiber der Seite, die US-amerikanische Conducive Technology Corporation, möchte mit ihrem Service Unternehmen helfen, ihre Logistikkosten zu senken und Reisenden einen entspannten Flug ermöglichen.

"Wir sind die Verspätungen, Flugstreichungen und den Ärger bei Flugreisen leid", schreibt die Firma und bietet mit Hilfe ihrer umfassenden Datenbank einen besonderen Service: Anhand von Statistiken können die pünktlichsten Flüge auf bestimmten Strecken ermittelt und die zuverlässigsten Fluglinien gefunden werden.

Starte Deine Abfrage direkt im Suchfenster rechts!

Bedenke bei unseren Flügen, dass FlightStat nur Direktflüge auswertet. Um z.B. den Keralaflug Frankfurt-Colombo-Calicut zu prüfen, gib die Airports FRA (Frankfurt) und CMB (Colombo) ein und prüfe anschließend den Anschlussflug CMB (Colombo) nach z.B. CCJ (Calicut).

24.11.06: Leidige Ticket Time Limits

Eigentlich mußte man fragen, warum die Airlines den Ticketbüros nicht schon viel früher die Daumenschrauben angelegt haben. Die buchen hemmungslos Flüge für Leute, die sich überhaupt noch nicht darüber klar sind, ob sie überhaupt verreisen wollen. Ich habe das ja auch jahrelang so gemacht. Jetzt werden die Buchungen mehr und mehr befristet.

Weil einige schwarze Schafe immer wieder vergessen, nicht benötigte Reservierungen wieder zu löschen, hatten die Fluggesellschaften häufig leere Plätze in Maschinen, die eigentlich schon Monate vor Abflug ausgebucht waren.

Je nach Buchungsaufkommen und Flugtermin werden daher immer öfter TTLs (TicketTimeLimits) ausgerufen. Wenn zu diesem Termin die Flugscheine nicht bar bezahlt und ausgestellt sind, verfällt die Reservierung.

Für Kerala Discovery ist das fatal, denn wir bevorzugen langfristige Voranmeldung. Ein TTL zwingt aber eher zur Last Minute Buchung, denn z.B. Lufthansa und SriLankan setzten in den letzten Monaten mehrfach ein TTL von 30 Tagen - obwohl die Flüge erst im Januar oder gar Februar stattfinden.

Und mir sagt ja keiner was - ich habe mich lediglich über die regelmäßig geänderten FileKeys (Buchungscodes) gewundert, die mir von unserer IATA-Agentur mitgeteilt wurden: Die wußten ja, daß wir die Flugtickets erst 4 Wochen vor Abreise ausstellen und haben bei Ablauf des TTL einfach neu gebucht.

Natürlich konnten mir die Hintergründe nicht lange verborgen bleiben. Seit etwa einem halben Jahr beobachte ich die TTLs nun mit Sorge: Je näher der Abflugtag rückt, desto höher ist das Risiko, mit einer Neubuchung auf die Warteliste zu rutschen.

Reisepreise ohne Flug?

Vielleicht ist das der Weg - andere Veranstalter machen es seit Jahren. Sie bieten die Reise ohne Flug an und überlassen es dem Kunden, sich die entsprechend günstige Flugverbindung zu suchen. Ich denke nun auch darüber nach, weil durch das TTL die Bedingungen der Airlines inzwischen von den KD-Spielregeln abweichen.

Allerdings werde ich natürlich unsere guten Kontakte zu preiswerten Flügen weiterhin ausnutzen und jedem KD-Gast auf Wunsch auch die Tickets buchen. Das erhöht zwar nicht meinen Verdienst - hat aber viele Vorteile. Bei KD-gebuchten Flügen erfahre ich von Zeitenänderungen und sonstigen Störungen im Zusammenhang mit Euren Flugdaten und kann Eure Gastgeber in Indien sofort informieren. Es passiert zwar selten - aber vor ein paar Jahren ist einer Eurer Rückflüge gestrichen worden, und ich habe von hier aus sofort auf eine andere Maschine umbuchen können. Derweil wart Ihr weitab vom Schuß in der Wildnis unterwegs und hättet diese Plätze nicht mehr bekommen, wenn Ihr kurz vor dem Heimflug am Counter angetreten wärt.

Kurz - Tickets wird es weiter geben. Nur werde ich sie wohl als Zusatzleistung anbieten. Wie genau, überlege ich noch. Wenn es entschieden ist, werde ich an dieser Stelle und in den InderNettNews berichten.

 

16.06.06: Malaria - ausführlich in den INN

In den InderNettNews Nr. 352 habe ich aktuelle Informationen zum Thema "Malaria" zusammengetragen. Die Artikel

Jedes Fieber ist ein Warnsignal

Wundermittel gegen Malaria?

Ein Kraut wirkt Wunder

Erste Resistenzen gemeldet

Mit genveränderten Mücken gegen Malaria

Durchbruch in der Malaria-Prophylaxe

findest Du unter folgendem Link:

Klick hier

29.04.06: Vorsicht bei Salaten und Blattgemüse

Das luxuriöse Ambiente in indischen 5-Sternehotels, prächtig geschmückte und garnierte Büffets und das Personal mit blütenweißen Kochmützen dahinter suggerieren einen hohen Hygienestandard. Salate in Entwicklungsländern verursachen dennoch oft Durchfall. Urlauber sollten Salate und Blattgemüse in Entwicklungsländern nicht essen. Auch auf Kreuzfahrten ist Vorsicht geboten.

Düsseldorf - Urlauber in Entwicklungs- und Schwellenländern sollten von Salaten und Blattgemüse lieber die Finger lassen. Das rät Burhard Rieke, Tropenmediziner und Internist am Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Die Gefahr bestehe vor allem in Afrika, der Karibik, Indien und der indonesischen Inselwelt. "Häufig wird dort z.B. Gemüse mit Fäkalien gedüngt. Das kann zu Durchfallerkrankungen führen", erklärt der Mediziner.

Vorsicht ist auch bei der Garnierung von Speisen angesagt. Rohe Zwiebeln, Paprikastreifen und Tomatenscheiben sollte man am Tellerrand besser liegen lassen.

Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen sollten sich zum Beispiel immer erkundigen, wo das Gemüse gekauft wurde und ob es europäischen und nordamerikanischen Standards entspricht. "Eine wichtige Information ist zum Beispiel, dass der Salat aus Miami und nicht von Tahiti stammt", so Rieke. Sonst gelte der Grundsatz "Cook it, grill it, peel it or forget it", sagt Rieke. Denn nur, wenn Obst und Gemüse gekocht oder geschält werden, würden Keime unschädlich gemacht oder beseitigt. Bei Salaten und Blattgemüse sei das aber so gut wie unmöglich.

"Durchfallquote" bei KD kaum meßbar

Die Einheimischen mögen sich große Mühe geben, sind aber selbst meist nicht betroffen und sind bei rebellierenden Touristendärmen völlig überrascht. Zum einen servieren sie Dinge, die nicht ihren eigenen Eßgewohnheiten entsprechen, und zum anderen haben sie gegen viele lokale Keime bessere Widerstandskräfte als die Touristen.

Obwohl im fremden Klima ein Reisedurchfall durchaus natürlich sein kann: Die "Durchfallquote" bei KD-Reisen war von Beginn an bis heute fast Null, weil wir nicht in Touristenhotels logieren. Wir wohnen bei Familien, essen dort typisch indisch und kehren auch unterwegs dort ein, wo von Indern für Inder gekocht wird. Hier hat sich die Küche über Jahrhunderte den örtlichen Bedingungen angepaßt, und rituelle Reinheitsgebote schützen uns ebenso wie konservierende Gewürze.

Eben weil man innerlich auf einen Reisedurchfall vorbereitet ist, kann es sogar aus psychosomatischen Gründen zu Verstopfung kommen. Der Körper rechnet mit Durchfall - und reagiert dagegen.

Was tun, wenn man im Urlaub nicht "kann"?

Mannheim - Viele Urlauber und Geschäftsreisende kennen es: Reise-Obstipation - Verstopfung aufgrund der Umstellungen durch Jetlag, Hektik und ungewohnte Ernährung. Vor allem Frauen leiden darunter.

"Man sollte sich keinen Streß machen, wenn man zwei bis drei Tage keinen Stuhlgang hat", betont aber Professor Heinz-Jürgen Krammer, Darmexperte vom Uniklinikum Mannheim. Bleibt jedoch eine Entleerung mehrere Tage bei sonst gutem Stuhlgang aus, sollte man das nicht ignorieren. Wird der Stuhldrang unterdrückt, kann dies schon der Anfang sein. Professor Krammer rät: "Wenn man Stuhldrang hat, sollte man dem auch nachgeben, egal ob man einen Termin hat oder gerade in einer schönen Stadt spazierengeht."

Die bekannten Regeln für eine funktionierende Verdauung gelten auf Reisen besonders: ballaststoffreich ernähren, also etwa mit Müsli zum Frühstück statt Marmeladenbrötchen. Manche Ärzte raten zu einem Glas Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Karlsbader Salz vor dem Frühstück. Dazu viel trinken. Und Bewegung: Sie ist eine der besten Maßnahmen. Quellmittel wie indische Flohsamenschalen helfen darüber hinaus: Zwei- bis dreimal täglich in Wasser gelöste Samen vorbeugend oder bei ersten Verstopfungsanzeichen trinken. Hilfreich ist außerdem Milchzucker: ein- bis zweimal täglich zehn bis 20 Gramm in Flüssigkeit gelöst nehmen.

Reicht dies nicht, helfen Abführmittel wie Polyethylenglycol (z.B. Movicol-Pulver) dreimal täglich, jeden zweiten bis dritten Tag zusätzlich ein stimulierendes Abführmittel aus der Gruppe der Diphenole (z.B. Dulcolax).

 

 

7.07.: Empfehlungen für Malaria-Vorsorge in Indien geändert

Neu-Isenburg/München - Urlauber mit dem Ziel Indien können jetzt auf das vorsorgliche Einnehmen von Malariamedikamenten verzichten. Es genüge ein Medikament zur Notfall-Versorgung mitzunehmen, heißt es in der «Ärzte- Zeitung».

Das Blatt beruft sich auf die aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit in München.

Anmerkung KD: Diese Meldung bedeutet nichts Neues. Die Mehrzahl der Tropenärzte stufen das Malariarisiko in Indien als gering ein und raten seit Jahren von der Chemoprophylaxe ab. Ein Standbypräparat in der Reiseapotheke sei seit mehr als 10 Jahren die ausreichende Vorsorge.

Was viele nicht vermuten: Das Moskito-Aufkommen ist im subtropisch feuchten Kerala deutlich niedriger als z.B. im Wüstenstaat Rajasthan. Der Anteil der Malariamücke Anopheles ist jedoch auf dem gesamten Subkontinent niedrig. Trotzdem Mückenschutz einpacken!

20.08.: Beifuß kommt Malaria bei

Einer der schlimmsten Seuchen der Menschheit könnte nun endlich wirkungsvoll Einhalt geboten werden - mittels einer Substanz, die den Wirkstoffen der Beifuß-Pflanze ähnelt.

Nach pflanzlichem Vorbild hat ein internationales Forscherteam einen besonders aussichtsreichen Wirkstoff gegen Malaria hergestellt. Die neue Substanz "OZ277" wirkt gegen eines der Schlüsselenzyme der einzelligen Krankheitserreger. Die Forscher orientierten sich an der Substanz "Artemisinin" aus dem Einjährigen Beifuß (Artemisia annua). "OZ277" lässt sich vergleichsweise einfach produzieren und wirkt nach Angaben der Forscher im Fachjournal "Nature" (Bd. 430, S. 900) gegen mehrere Stadien der Erreger. Es solle noch in diesem Jahr erste Tests am Menschen geben, nachdem Tierversuche sehr ermutigend verlaufen seien, berichtet die Gruppe um Jonathan Vennerstrom von der Universität von Nebraska in Omaha (USA).


Eine Substanz aus der Beifuß-Pflanze Artemesia annua lieferte die Vorlage für den neu entwickelten Wirkstoff

In der chinesischen Naturmedizin wird Beifuß seit 1500 Jahren geschätzt

Artemisinin erwies sich bereits vor 30 Jahren als gutes Mittel gegen Malaria, in der chinesischen Naturmedizin wird Beifuß schon seit 1500 Jahren geschätzt. Die Natursubstanz lässt sich jedoch nur mit einem teuren Verfahren aus der Pflanze isolieren, wird vom Körper zudem nicht besonders gut aufgenommen und ist damit in den armen Ländern nicht sehr weit verbreitet. Der synthetische Wirkstoff ist besser wasserlöslich und kann auch in größeren Mengen hergestellt werden.

Die von Mücken übertragenen Malaria-Erreger töten nach UN-Angaben mindestens eine Million Menschen im Jahr. Fast alle der jährlich 300 Millionen Krankheitsfälle treten in den tropischen Ländern auf. 

Mehr zum Thema

Gentherapie: Gen-Mücken gegen Malaria"Kombiniert mit einem zweiten Malariamittel könnte diese neue Klasse (von Medikamenten) die zurzeit beste Lösung sein, um resistente Malariaparasiten zu zerstören", schriebt Paul ONeill von der Universität in Liverpool in einem begleitenden "Nature"- Kommentar.

 

10.08.: Eine Indien-Traumreise beginnt im Bett

Buch24.de - Bücher versandkostenfrei

Es dürfte inzwischen jedem klar sein: Eine Fernreise beginnt nicht erst mit der Vorlage des Flugscheins am Flughafencounter. Vielleicht ist der Begriff "Traumreise" auch so zu verstehen, daß man das ganze Jahr über von ihr träumt - und die Reise selbst nur das i-Tüpfelchen des Abenteuers ist.

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Besonders für Indien gilt: Je mehr Information über diese fremde Welt ich habe, desto lebendiger und spannender wird die Reise selbst. Nun haben viele, die ich befragt habe, sehr wenig Zeit für intensive Studien. Der graue Alltag und die beruflichen Zwänge nehmen uns so in Anspruch, daß oft nur im Bett ein paar Minuten für Reiseliteratur übrig bleiben.

Laßt Euch diese Minuten in der Dämmerstunde nicht nehmen! Wenn Ihr eine Traumreise erleben wollt, dann ist es doch naheliegend, sich rechtzeitig da hinein zu träumen. Und am besten geht das mit dem Griff zu einem guten Buch auf dem Nachttisch. Vor dem Einschlafen im Reisebuch schmökern oder mit einem indischen Roman einen Blick in diese fremde Welt werfen, das bedeutet auch, daß man anschließend von der Traumreise träumt. Das Unterbewußtsein verarbeitet diese Informationen, und Du wachst erholter auf als sonst: Es gibt nichts Schlimmeres als sich mit ungelösten Problemen aus Beruf und Familie in den Schlaf zu grübeln!

Es scheint ein Zeichen der Zeit zu sein, daß manche nicht einmal die Zeit finden, im Buchladen nach der passenden Literatur zu stöbern. Da greift das Onlinegeschäft: In der Frühstückspause beim Kaffee ist die Suche nach der potentiellen Bettlektüre zehnmal schneller erfolgreich als mit jedem Katalog, und der virtuelle Warenkorb von BUCH24.DE fährt gut bestückt zur Kasse - und 3 Tage später ist Dein Buch im Briefkasten. Du brauchst nicht einmal das Porto zu zahlen! Ausgewählte und von unseren Gästen empfohlene Bücher findest Du in der KD-Schmökerecke.

Nicht nur die Umsätze der neuen Bücher steigen, auch die Gebrauchtbücherbörsen haben Hochkonjunktur. Was im Buchhandel nicht mehr lieferbar ist, findet man bei eBay oder booklooker.

eBay

So beginnt dann Deine Traumreise wirklich im Bett, und Du hast für die dekadenten Ballermanntouristen nur noch ein mildes Lächeln. Bei denen endet der Traum im Bett - voll billiger Sangria und mit einer wildfremden Discobekanntschaft. "Jedem Dierche' sin Pläsierche'!", sagt man bei uns im Rheinland...

 

Kaputte Geldscheine - verwirrte Touristen

Wir Ausländer haben es nicht leicht im Umgang mit dem indischen Bargeld. Wir können zunächst nicht verstehen, was die Inder nun als unakzeptable Beschädigung betrachten, da besonders die kleinen Scheine oft Riesenlöcher aufweisen. Diese Löcher im Bereich des Wasserzeichens entstehen durch das Bündeln und Klammern in den Banken und können bei älteren Scheinen mehrere Zentimeter groß ausfransen, ohne daß irgend jemand daran Anstoß nimmt.


Kaputt ist nicht gleich kaputt. Die Hinweise aus den Reisebüchern sind oft mißverständlich. Die Löcher im Bereich des Wasserzeichens gelten nicht als Defekt - ein winziger Einriß am Notenrand kann hingegen schon dazu führen, daß der Schein abgelehnt wird. Ältere Scheine (oben) sind von den Werten 1 - 100 Rupien noch im Umlauf - die aktuellen Scheine tragen alle das Portrait von Gandhi (unten).

Im Gegenteil: Dein Handelspartner weist womöglich auf einen winzigen Einriss von nur 4 Millimetern am Rand der Note und fordert einen anderen Schein - und akzeptiert anstandslos Scheine mit zentimetergroßen Innenlöchern.

Hinzu kommt, daß bei kleineren Scheinen im Wert von 1-2 Rupien inzwischen mit zweierlei Maß gemessen wird. Es kursieren wild mit Tesafilm tapezierte Rudimente oder solche, die in Einzelteilen in Tüten aus Plastikfolie herumgehen und aussehen wie Sammlerstücke aus vorchristlichen Ausgrabungen - auch die gelten noch als Zahlungsmittel. Bei Bedenken solltest Du die Gastgeberfamilie fragen, denn einer eskortiert Dich auf allen Wegen.

Daß von fast allen Werten mit Ausnahme der seltenen 500er und der noch selteneren 1000er inzwischen mehrere Generationen kursieren, macht es dem Besucher nicht einfacher. Ich habe meist 3 verschiedene Sorten 10-Rupienscheine in der Tasche - alle noch gültig!

Leider habe ich in meiner Indienbörse nur Hunderter gefunden - daher kann ich als Bild hier keine der abenteuerlichen Noten anbieten. Doch auch hier - und selbst bei der neuesten "Gandhi-Generation" der Rupie sind die Spuren der Klammermaschinen deutlich auf der linken Seite erkennbar.  Noch ein paar Jahre, und die Klammerlöcher reißen aus. Die Scheine sehen dann aus wie von Mäusen angefressen.

Die angenehme Seite des indischen Geldes ist der Blick auf die Kulturenvielfalt: Auf dem oberen, älteren Geldschein siehst Du die Wertangabe in insgesamt 15 Schriftsprachen! Hindi als offizielle Amtssprache und Englisch in groß, und die 13 übrigen Hauptschriftsprachen in einer kleinen Liste auf der linken Hälfte rechts neben dem Wasserzeichen.

Ich kann nur "Nure' Rupa" in der Malayalam-Schrift Keralas (7. von oben) erkennen - aber alle anderen sagen das Gleiche: "Hundert Rupien" - aber eines sagen mir diese vielen Schriften: Es gibt immer noch nicht "das einige Indien", und diese uralten Schriftsprachen haben alle ihre eigenständige Literatur und Kultur. Hundert Jahre reichen demnach nicht aus, um zu sagen: "Ich kenne Indien."

Und das macht es doch so spannend. Nirgendwo anders ist es so interessant, Grenzen zu überschreiten und Gegensätze zu erkennen. Das hilft, die Puzzlesteinchen unseres beschränkten Weltbildes neu zu ordnen. Etwas korrekter als vorher - aber niemals perfekt.

Einkaufen & Zoll

In Zeiten zwangloser Grenzübertritte im EG-Raum kann es vorkommen, daß Du beim Einkauf Deiner Reisemitbringsel überhaupt nicht daran denkst, daß es da so etwas wie den Zoll gibt. Im Falle einer Indienreise sollte man aber die wichtigsten Bestimmungen beider Länder kennen.

Bei der Einreise in Indien hat so mancher sich mit Gastgeschenken bewaffnet. Die folgenden Artikel dürfen von Personen über 17 Jahren zollfrei nach Indien eingeführt werden: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak; 1 l alkoholische Getränke; 250 ml Eau de Toilette; Artikel für den persönlichen Bedarf oder Geschenke bis zum Wert von 600 Rs (Ausländer) oder 3000 Rs (Inder). Hochwertige Gegenstände wie z.B. Videokameras müssen bei der Einreise deklariert werden. Das kann durch eine Wiederausfuhrerklärung (Tourist-Baggage-Re-Export-Form) oder vereinfacht durch Eintragung in den Reisepass. Mitgeführte Devisen, derzeit ab 5000 US$ (bar oder Reiseschecks), sind bei der Einreise zu deklarieren. Bei Verstößen hiergegen und gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.


Buntestes Spektakel Indiens: Die Pushkar Mela (Foto: Karin & Reiner)

Einfuhrverbot besteht in Indien für: Betäubungsmittel, Pflanzen, Waffen, Gold- oder Silberbarren sowie Münzen, die keine Zahlungsmittel sind.

Viele der Bestimmungen und Freigrenzen sind inzwischen als überholt angesehen, und im Interesse einer reibungslosen Ein- und Ausreiseabfertigung wird über manches hinweggesehen. Video- und Digitalkamera sowie Notebook wurden mir schon seit Jahren nicht mehr in den Pass eingetragen. Das ändert jedoch nichts daran, daß diese Bestimmungen noch gültig sind - irgendein Beamter, der sich profilieren will, könnte uns auch heute noch damit nerven. Und dann wird der Wert Deines Notebooks nach indischen Marktpreisen geschätzt und ein Strafzoll in Höhe des 1,8-fachen Werts droht, wenn das Gerät bei der Ausreise nicht mehr da ist.

Der indische Zoll sagt zum Beispiel bei der Ausreise: Ausgeführt werden dürfen außer den eingeführten Gegenständen alle Souvenirs, auch etwas wertvollere, solange sie nicht älter als 100 Jahre sind. Für letztere braucht man eine Ausfuhrgenehmigung des Deputy Director General of the Archaeological Survey of India, Janpath, New Delhi, oder des Direktors des Prince of Wales Museum in Bombay-Fort. Die Goldausfuhr über 10.000 Rs ist beschränkt.

Jede Menge Informationen findet Google hierzu unter:

http://www.google.de/search?q=zollbestimmungen+indien&hl=de&lr=&cr=countryDE&ie=UTF-8&oe=UTF-8&start=0&sa=N

Als nächstes ist dann der heimische Zoll zufriedenzustellen: Wer z.B. nicht weiß, daß er uneingeschränkt einführbare Waren nur bis zu einem Gesamtwert von 175,00 EUR zollfrei mitbringen darf, der sollte sich vor der nächsten Indienreise unbedingt einmal auf der Webseite des Deutschen Zolls informieren. Dort finden sich nicht nur die Freigrenzen, sondern auch Hinweise zum Artenschutz:

http://www.zoll-d.de/

21.01.: Bösen Buben keine Chance

Das richtige Verhalten im Urlaub – nicht nur in Indien

Der STERN hat soeben eine Liste von Verhaltensregeln für Fernreisende herausgegeben. Für KD-Reisen gelten manche dieser Tipps in Indien ebenfalls - besonders wenn Ihr einmal ohne unsere Familienmitglieder auf Erkundung geht. Ich habe deshalb speziell für Indien und unsere Gäste Anmerkungen unter "KD" hinzugefügt.


Ambassador-Taxi in Indien

1. An Großflughäfen lauern oft die schlimmsten Taxifahrer auf Beute. Erkundigen Sie sich nach der Landung, welche Taxis lizensiert sind und was die Fahrt ungefähr kosten darf. Lassen Sie sich von offiziellen Dispatchern, wie sie etwa am Bangkok International Airport stehen, einen Wagen zuweisen. Benutzen Sie im Zweifel den - etwas teureren - Limousinenservice einer Airline. Nie in ein "illegales" Taxi steigen, dessen Fahrer Sie zum Beispiel in der Ankunftshalle anspricht. Berüchtigt für - manchmal mörderische - Taxigangster ist der Großraum Mexiko-Stadt.

KD: In Indien findet man noch im Flughafenterminal den Schalter dieser Dispatcher. Er nennt sich "PRE-PAID TAXI COUNTER". Für den Flughafenwechsel zwischen International Airport und Domestic Airport fahren halbstündlich kostenlose Shuttlebusse - laßt Euch keine Geschichten erzählen.

2. Beim Bezahlen in Läden, Lokalen oder auch an touristischen Attraktionen niemals größere Geldmengen hervorziehen. Genau darauf warten die bösen Buben.


Zweckmäßig: Mein alter Geldgürtel. Jeder kann’s wissen – aber drankommen kann dennoch keiner.

KD: Ich habe daher einen Geldgürtel. Den gibt es im Traveller-Shop und er sieht aus wie ein normaler Ledergürtel. Allerdings wissen das viele: "Die Deutschen haben ihr Geld im Gürtel...!", hat mir letztes Mal jemand verschmitzt gesagt und mir den Weg zur Toilette gewiesen, wo ich ungestört den benötigten Betrag herausfischen konnte. Ob die es wissen oder nicht - einen Geldgürtel als solchen zu identifizieren und dann auch noch drankommen, das ist nicht so einfach.

3. Ziehen Sie kein Geld aus Automaten an der Straße. Übeltäter beobachten solche Stellen gern. Immer in eine Bank oder Wechselstube gehen.

KD: Man sollte es nicht glauben – aber auch in Indien gibt es schon Geldautomaten. Auf unseren Routen werdet Ihr allerdings eher weniger in Versuchung kommen.

4. 99 Prozent aller Versuche, Devisen vermeintlich günstig schwarz zu tauschen, enden enttäuschend - für die Touristen.

KD: Seit Indien sich Anfang der 90er Jahre dem Weltmarkt geöffnet hat, ist der Schwarzmarkt deutlich zurückgegangen, und mit ihm auch das oft lukrative Schwarzgeschäft mit harten Devisen. Stimmen, die Dir aus der Dunkelheit „Change Money?“ zuwisperten, flüstern heute „Need Grass?“ – ich antworte dann immer im gleichen konspirativen Tonfall: „Need Police?“...


Kein Schmuckständer sein –
gegen die Inderinnen sehen wir sowieso blaß aus, auch wenn das Gold nicht überall pfundweise getragen wird, wie hier bei einem Brautschmuck-Wettbewerb in Delhi

5. Laufen Sie nicht als Schmuckständer durch die Welt. Lassen sie die Rolex zu Hause und behängen Sie sich möglichst auch nicht mit Kameras. Schon Bob Dylon wusste: "When you got nothing, you got nothing to lose."

KD: Der heißt Dylan, lieber STERN …und Janis Joplin brachte es mit indischer Spiritualität noch weiter – ohne je in Indien gewesen zu sein: “Freedom is just another word for nothing have to lose…”

6. Lassen Sie sich nicht ausfragen. Ihre Hotelzimmernummer, Ihre Reisepläne oder Ihre Transportmittel gehen keinen etwas an. Seien Sie auf Reisen ruhig ein bisschen paranoid - es zahlt sich aus.

KD: Da sind die Inder cleverer: Die brauchen nicht zu fragen. In kleineren Touristenzentren wie Kovalam weiß jeder fliegende Händler, jede Früchteverkäuferin nach kürzester Zeit, wo Du wohnst. Das ist genau so wichtig fürs Geschäft wie das Wissen, wie lange Du schon da bist: Nur die Newbies werden massiv bedrängt – schon am 3. Tag wirst Du kaum noch angequatscht. Glücklicherweise hat Kerala aber eine der niedrigsten Kriminalitätsraten Asiens – paß dort lieber auf andere Touristen auf. Die klauen eher...

7. Erkundigen Sie sich in einer fremden Stadt, wo die Problemviertel liegen. Meiden Sie diese, auch tagsüber. Achten Sie darauf, ob Ihnen jemand folgt, wenn Sie Ihr Hotel verlassen. Wenn Ihr Partner unbedingt die teure Kamera ausführen muss, gehen Sie hinter ihm.

KD: Wie so mancher Ratschlag aus diesem STERN-Feature ist das für uns relativ. Wir haben fast immer zuverlässige Mitglieder unserer Gastgeberfamilien zur Seite. Die wissen, wo man bessert nicht spazieren geht. Und sie haben auch wache Augen, denn sie kennen die Tricks ihrer Pappenheimer.

8. Eine unvermittelt auf Sie zulaufende Person, die schreit und gestikuliert, kommt selten allein. Deren Komplize versucht gerade hinterrücks, Ihr Gepäck zu klauen.

KD: Hierzu schrieb ich den Artikel „Pick Pocket – ein einziges Mal in 20 Jahren“ xxxx


Meist freundlich und hilfsbereit
– die Polizei in Indien (Das Fotografieren von Polizeibeamten und Soldaten ist übrigens verboten – falls gewünscht, bitte um Erlaubnis fragen)

9. Befolgen Sie die Vorschriften auch in Ländern mit chaotischem Verkehr genau. Was Einheimischen nachgesehen wird (Alkohol am Steuer, Ampel überfahren etc.), dient bei Ausländern schnell als Vorwand, "Strafen" (= Bestechungsgelder) zu kassieren.

KD: Wir fahren nicht selbst in Indien. Wer ein Fahrzeug mietet, bekommt den Driver gratis dazu. Trotzdem habe ich gehört, daß die Schergen angesichts des Devisenballasts im Fond versuchen, hier und da einmal zuzulangen. Da unsere Fahrer dieses Risiko kennen, fahren sie vorsichtig. Auch wenn uns ihr Umgang mit Steuer, Bremse, Gas und Hupe eher lebensgefährlich vorkommt. Wir haben solche Probleme immerhin bisher nicht gehabt.

10. Die Polizei in vielen Ländern Lateinamerikas, Afrikas, auf den Philippinen, in den ehemaligen GUS-Staaten oder in Kambodscha ist selten Ihr Freund und Helfer. Häufiger ist sie das Gegenteil davon. Machen Sie einen Bogen um Uniformierte, auch um Soldaten. Wenn Sie dennoch mit ihnen konfrontiert sind: ruhig bleiben. Geben Sie in allem nach.

 

 

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