Die Gastgeber und Stationen unserer KERALA-Discovery


„Vettikavumgalke Swagatam!“
...sagt Anci zu Dir und bietet einen Willkommenstrunk Kokossaft. „Willkommen auf Vettikavumgal!“, heißt das.

Anci ist mit Gilson verheiratet, dem Zweitältesten der Familie – die beiden wohnen in der Nachbarschaft

Inhalt

Worauf wir Wert legen.. 1

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Vettikavumgal Plantage. 1

·        Die Vettikavumgal-Kids. 2

Quilandi Lagoon - auf dem Hausboot 2

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Das Nachbarkönigreich: Mysore. 2

·        Zur Mysore Fotogalerie. 2

Nadavayal 2

Kochi (Cochin) 2

Kovalam Beach.. 2

·        3.02.05: Kerala - mehr Auswahl für die Gäste in Kovalam.. 2

 


InderNett-Tour

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Aha, also Kerala! Schau im Kapitel „Places & People“ nach, wer und was Dich erwartet. Informiere Dich über die Ayurveda-Anwendungen auf der Farm. Willst Du die Reiseberichte unserer Keralagäste lesen?
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Diese Rubrik wurde
am 12. Okt. 2010 aktualisiert

Fotos und Texte aus dem Kerala-Traumheft KT91
Die Bilder haben daher Qualitätsverluste hinnehmen müssen

 

Worauf wir Wert legen

In Kerala ist die Idee “Indien mit Familienanschluss – Kerala-Discovery“ im Jahre 1986 unter dem ungläubigen Kopfschütteln der Gastgeberfamilie entstanden. Sie haben damals nicht glauben wollen, daß irgendein Besucher aus dem reichen Europa im Ernst ein Interesse daran haben könnte, in ihrem schlichten “Kuhdorf“ Urlaub zu machen. Seit ich dann 1989 den ersten Touristen mitbrachte, haben viele spannende Discoveries stattgefunden. Die Inder hatten viel Spaß an der Andersartigkeit der Europäer, die sich für jede noch so unwichtige Alltäglichkeit des indischen Landlebens interessierten und dabei mit untrüglichem Gespür selbst in die winzigsten Fettnäpfchen indischer Umgangsformen tappten.

Doch ich fürchte, die Inder verstehen heute noch nicht, was uns aus unserem luxuriösen Umfeld in ihre Dörfer lockt. Wir schon.

Im folgenden also die drei wichtigsten Voraussetzungen einer geglückten Kerala-Discovery:

Menschen: Wir suchen in Indien in erster Linie die Nähe zu traditionsbewussten, gastfreundlichen Familien. Sie stammen in Kerala fast alle aus der Farmerfamilie Vettikavumgal. Wir nehmen eine Weile an ihrem Alltag teil und genießen die Vielfalt der ältesten und berühmtesten Küche der Welt. Genüsse, die um ein Vielfaches ausgleichen, daß die Unterkünfte gelegentlich in ihrer Schlichtheit dem modernen westlichen Standard nicht entsprechen können. (Und wer gegen allzu scharf gewürzte Speisen empfindlich ist, sollte auf gemäßigte Gerichte ausweichen können.) Auch die Erfahrung in der Großfamilie soll uns zeigen, was unseren Sozialstrukturen in der Industrialisierung verloren ging.

Am meisten genießen wir das Zusammensein mit Indern, die nicht auf die Spezies “Tourist“ spezialisiert sind. Professionelle Guides und Hoteliers mögen ihre Vorteile haben - sind aber meist nicht die authentischen Repräsentanten des wirklichen Indiens. Deshalb lege ich besonderen Wert darauf, dass die Gastgeber nicht hauptberuflich vom Tourismus leben, sondern alle ihren "normalen" Beruf haben.

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Ambiente: Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern, die der gelernte Architekt Raju Vettikavumgal im traditionellen Baustil der Region selbst gebaut hat. Wir sind untergebracht wie die Familie selbst: Jedes Zimmer hat zwei handgeschreinerte Einzelbetten aus Jackfruitholz, 1 Waschbecken, Deckenventilator und Steckdose. Dazu kommt die “Nasszelle“ mit Dusche und Toilette.

Der Luxus ist die unberührte Natur drum herum – mit nur einem Schritt aus den schlichten Zimmern bist Du mittendrin und spürst sofort: Beim Bau von Luxushotels westlichen Standards würde hier vieles verloren gehen.

Apropos Hotel: Wenn wir auf Ausflügen (zB. Mysore) nicht umhin können, 2-3 Nächte in einem Hotelzimmer zu verbringen, so achten wir auch hier darauf: Wir kehren in einfachen Hotels ein, die sich auch der indische Mittelstand auf Reisen leisten kann.

Verkehrsgünstig: Natürlich möchten wir nicht allzu weit von der Route abweichen. Je weiter die Anreise, desto attraktiver müssen der Weg und das Ziel sein. Das Reisen auf Indiens Straßen ist beschwerlich, und mit der Kilometerzahl steigt schließlich die Erwartungshaltung.

Um diesen Prioritäten zu folgen, haben Raju und ich alljährlich an der Tourenplanung gefeilt. Auch in Zukunft bleiben wir dran - obwohl die Kerala Discovery schon jetzt eine runde Sache ist. Immerhin wollen wir auch etwas Abwechslung.

In den folgenden Rubriken beschreibe ich unsere Stützpunkte die nächsten Reisen. Du wirst erkennen, daß die Planung sich gegenüber dem Vorjahr wieder etwas verändert hat. Für Allapuzha (Alleppey) mit der Hausbootfahrt auf den südlichen Backwaters haben wir für unsere 24-stündigen Hausbootfahrten auf den Lagunen in Quilandi und Kannur Alternativen abseits der Touristenpfade gefunden. Das ist keinesfalls endgültig - je nach Wunsch der Teilnehmer und je nach Dauer des Aufenthaltes werden wir auch die alten Routen wieder aufnehmen.

Das Besondere an einer "Stützpunktreise": Das Besondere an unserer Kerala Discovery ist die sog. Stützpunktreise. Während alle anderen Indienreisen nach dem Prinzip der Rundreise organisiert werden, ergibt sich bei uns ein besonders enger Kontakt zur Gastgeberfamilie: Wir kehren immer wieder "nach Hause" zurück. Auf einer 3-Wochen-Reise übernachten wir an bis zu 14 Tagen auf unserer Farm. Auch vom Zweitstützpunkt Mysore kehren wir wieder zur Farmfamilie zurück. Nur für eine Verlängerung sieht unser Programm einen 3. Stützpunkt vor: den Strand von Kovalam.

Vettikavumgal Plantage


Das Bild zeigt den „harten Kern“ der Gastgeberfamilie: Amachi, die Mutter, ihre jüngste Tochter Jessy (die wir in Nadavayal besuchen), Lovely mit Martin und ihr Mann Raju, der älteste Sohn. Neben Martin dann Rajus 2. Sohn Paul, und der dritte Sohn wäre dann Jaimon. Ganz rechts Mercy, unter Amachis 6 Kindern die älteste Tochter. Wie der jüngste Sohn Johnson (Foto unten) lebt sie in Deutschland und ist nur während seines Urlaubs auf der Farm.

Mehr Bilder von Haus, Familie & Umgebung
in der Kerala-Galerie

Die Vettikavumgal-Kids

(Foto Jan.2005)   Immer wieder werde ich – schon wegen der kleinen Mitbringsel – nach der Menge und dem Alter der Vettikavumgal-Kinder gefragt. Weil ich da immer selber überlegen muß, habe ich die Kids hier einmal katalogisiert.

Raju & Lovely

Gilson & Anci

Charly & Jessy

Martin * 01.10.91
Paul * 26.02.93
Jaimon * 24.07.97
Diana * 09.12.99

Alex * 26.10.93
George* 07.06.95
Aleena * 16.10.98
Christina * 18.11.03

Merlin & Merin
* 18.06.97
Tony 23.03.01

Hier ist nach wie vor unser Hauptstützpunkt. Gastgeber sind mein Schwager Raju Sebastian Vettikavumgal, seine Frau Lovely und die Mutter Amachi. Raju hat 4  Kinder: Martin, Paul, George und Diana. Obwohl seine älteste Schwester Mercy und ich seit Jahren geschieden sind, bleibe ich der Schwager - solch skandalöse Dinge wie Scheidungen werden in Kerala einfach ignoriert. Mercy und ich begrüßen das - wir sind weiterhin die besten Freunde.

Raju ist gelernter Architekt und arbeitet seit einigen Jahren in der Planungsabteilung der staatlichen Wasserversorgungsbehörde. Nebenher übernimmt er auch die Bauleitung bei privaten Bauvorhaben - ebenso versteht er aber auch eine Menge vom tropischen Plantagenbau - nur das Ernten überlässt er je nach Saison bis zu 15 Lohnarbeitern.

Auf  Vettikavumgal wachsen jede Menge Kokos- und Arekapalmen, Kautschuk, Pfeffer, Zimt, Muskat, Mango, Riesenapfelsinen, Ingwer, Tapioka (Maniok), Kaffee - um nur einige zu nennen, und ein paar Reisfelder haben wir natürlich auch. Dazu kommen für den Eigenbedarf  auch ein paar Tiere: Hunde, Katzen, 3 Kühe, 2 Kälber, ungefähr 20 Hühner und ein paar Tausend stecknadelkopfgroße Minibienen, die den wertvollsten Honig der Welt liefern.


Raju Vettikavumgal Sebastian ist unser Gastgeber und Begleiter auf fast allen Ausflügen

Unterbringung & Verpflegung: Gleich neben dem Haupthaus der Familie hat Raju den Gästetrakt mit 5 Doppelzimmern und einem Ayurveda-Behandlungsraum errichtet. Jedes Gästezimmer hat 2 Einzelbetten, Tisch, Stuhl, Waschbecken und eine Nasszelle mit Dusche und Toilette. Es gibt elektrisches Licht und einen Deckenventilator, Handtücher und Bettwäsche werden gestellt und für die Terrasse stehen Liegestühle bereit. Gegessen wird zusammen mit der Familie im Haupthaus - landestypische Snacks, Kaffee und Tee werden zwischendurch serviert.

Im Jahre 2004 hat Raju das Haupthaus zum Teil abgerissen und neu aufgebaut. Im Zuge der Renovierung entstehen hier weitere, komfortablere Zimmer mit Bad, die für Gäste zur Verfügung stehen.

Unterwegs:  Raju besitzt einen geschlossenen Van mit 16 Sitzplätzen. Selten fährt er selbst - er überlässt dies unserem fröhlichen und erfahrenen Fahrer und kümmert sich unterwegs lieber um unsere Gäste. Raju holt Dich vom Flughafen in Calicut ab, und bis zu Deiner Abreise ist er oder ein anders Familienmitglied als sprach- und ortskundiger Escort auf allen Ausflügen dabei. Auch für den Transfer zum Flughafen auf der Rückreise ist gesorgt.

Ausflüge: Badetage an den sprudelnden Bergflüsschen von Nellipoyil und Vattashira, Buschwanderungen durch die herrliche Tropenlandschaft um Vettikavumgal, Ausflüge zum Strand des Arabischen Meers, zum Shopping in den Basargassen der Distriktshauptstadt Calicut - und wer sich unterfordert fühlt, kann am Trekking durch den Regenwald teilnehmen und mitten im Dschungel im Zelt übernachten.

Quilandi Lagoon - auf dem Hausboot

Diese Backwaterlagunen liegen etwa 30 km nördlich von Calicut und sind unser neuestes Ziel für eine ausgedehnte Tour im Hausboot durch die berühmten Wasserlandschaften Keralas.


Und hier schimmert der Nebenflügel des Vettikavumgal-Hauses durch den Pfeffer: Hier befinden sich die Doppelzimmer für unsere Gäste. Im Januar 2005 war allerdings das Haupthaus fast fertig:

Raju hat das Haupthaus völlig neu aufgebaut und kann nun im Obergeschoß komfortablere Doppelzimmer anbieten. Der Balkon wird schon genutzt, wie man sieht - obwohl das Geländer noch fehlt…

Vor einigen Jahren wurde die Idee geboren, alte Lastkähne mit trad. geflochtenen Aufbauten zu versehen, Kabinen und WC einzubauen und das ganze für Touristen zur Verfügung zu stellen. Das ist eine so wunderschöne und romantische Idee, daß sie einen regelrechten Boom auslöste. In den Backwaterlandschaften um Allapuzha sind wir noch vor 3-4 Jahren ganz allein durch schmale Kanäle und kleine Seen gestakt - heute begegnet uns dort an jeder Ecke ein weiteres Hausboot mit Touristen.

Wir gönnen ihnen das. Wie sagt einer der größten Touristiker in seiner Werbung zu Dir: “Sie haben es sich verdient!“ Meine Antwort darauf war schon immer: “Aber die Einheimischen haben das in den meisten Fällen nicht verdient.“ Die Anwohner der Kanäle haben sich zumindest in einer Hinsicht bereits verändert: Bei den meisten verschwand das fröhliche Lächeln und Winken aus der Zeit, als wir noch die einzigen waren. Und so mancher Inselsiedler in den Backwaters fühlt sich von den vielen Fremden inzwischen gestört.

Wenn es keine Alternativen gäbe - ich würde Euch dennoch dieses Highlight einer Kerala-Discovery nicht vorenthalten wollen und immer wieder Routen ausbaldowern, wo noch nicht so viele Kettuvallams kreuzen.

Vor einigen Jahren hatte Quilandi bei KD Premiere. Es liegt in der Nähe der Farm, und hier oben im Norden Keralas gibt es relativ wenige Touristen - nur im Beachresort Kappad (10 km von Quilandi am Arabischen Meer) sind ein paar Ayurveda-Kurgäste.

Dennoch hat ein Bekannter von Raju mutig ein Hausboot in Quilandi bauen lassen - dazu hat er eigens Kunsthandwerker aus dem Süden kommen lassen. Unser neues Malabar House Boat Kettuvallam (Malayalam: “geknotetes Boot“) ist also von den gleichen Künstlern restauriert und aufgerüstet, die auch die wunderschönen Boote in Allapuzha gemacht haben. Anfang Februar 2005 hat Raju das inzwischen erneut renovierungsbedürftige Quilandi-Kettuvallam für uns gekauft und reparieren lassen.

Am 25. August 2005 war dann Stapellauf und Einweihung ein Riesenfest - und die auferstandene "Kerala Discovery" erwies sich sogar würdig, vom Tourismusminister persönlich eingeweiht zu werden (Lies darüber in den Newsletters INN-310 und INN-311).

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Das Hausboot war schöner und komfortabler als je zuvor. Nun warten mehr als 40 Quadratkilometer Backwaterlandschaft darauf, unter den neugierigen Blicken der ersten weißen Pioniere ihre "Unschuld" zu verlieren. Verzeiht mir diesen Scherz - er soll nicht negativ klingen. Aber tatsächlich ist der größte Teil dieser ursprünglichen Wasserlandschaft noch immer touristisch völlig unberührt. Und auch wir werden hier nicht die großen maßen herlocken. Das verbieten die KD-Prinzipien ebenso wie die Kapazität: Es gibt hier nur dieses eine Hausboot mit nur 2 Doppelkabinen für 4 Passagiere - eventuell noch Notbetten auf dem Aufenthaltsdeck für 2 weitere Mitreisende - dann ist Schluß.

Wer es noch nicht kennt: “geknotetes Boot“ ist übrigens wörtlich zu nehmen: Die Planken aus dem Holz des Jackfruchtbaumes sind nämlich mit Kokosschnüren regelrecht zusammengenäht.

Wie diese Schnüre und Seile aus der stärksten Naturfaser in Handarbeit hergestellt werden, wie die Kokosfaser aufbereitet wird - eines der Themen, denen wir bei den Landgängen unseres Backwatertages nachgehen werden.

Unterbringung & Vollpension an Bord: Ganz früh brechen wir von der Farm aus auf, um 24 Stunden an Bord des Hausboots zu verbringen.

24 der schönsten Stunden unserer Kerala-Discovery: Man erschaut das Leben am Ufer - eine weitgehend vortechnologische Szene; spiegelglatte Wasserflächen erzeugen phantastische Bilder achsensymmetrischer Palmenwälder, wer möchte kann fischen - der Skipper wird Dir zeigen, wie‘s geht, und anschließen wird Dein Fang in original keralesischer Manier zubereitet. Landgänge zu den Seilern und Kokosspinnereien und Spaziergänge auf unbewohnten Inseln sind obligatorisch. Gegessen und übernachtet wird an Bord - sanitäre Einrichtungen guten Standards sind ebenso vorhanden wie 2 bequeme Doppelkabinen. Für Teams von mehr als 4 Personen werden zur Schlafenszeit Extrabetten im geschlossenen Aufenthaltsdeck vorbereitet.

Übrigens: Für den Fall, daß unser Quilandi-Kettuvallam nicht frei ist (es muß immer mal wieder aufs Trockendock, denn der Rumpf ist schon sehr alt), gibt es immer eine ebenso schöne Alternative. Etwas weiter nördlich haben wir bei Kannur einen weiteren Hausbootbesitzer, und je nach Reiseroute erkunden wir auch immer mal wieder die verzweigten Wasserlandschaften bei Allapuzha - natürlich möglichst abseits der "Beaten Tracks".

 

 

Das Nachbarkönigreich: Mysore

Eigentlich nur 5 Stunden mit dem Expressbus von Vettikavumgal entfernt - aber wir machen den Hin- und Rückweg zur Tagestour. “Der Mensch soll nicht schneller reisen, als ein Kamel laufen kann“ - so lautet ein indisches Sprichwort. So gesehen, sind wir auch da noch viel zu schnell. So viele Stammesdörfer, Teeplantagen, der Bambusdschungel, Naturschutzparks locken – Teepausen sind ebenfalls wichtig.

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Somnathpur – der Tempel der Hoysala ist immer noch mein schönster in Südindien. Mehr Beispiele filigraner Steinmetzkunst in der Mysore-Fotogalerie

Unterkunft & Verpflegung: Seit Jahren sind wir zufriedene Gäste des Hotels Chandra-Palace (Mittelklasse). Wir nehmen erfahrungsgemäß Zimmer ohne Klimaanlage - auch wenn sie manchen locken kann, die A/C ist die Hauptursache für die Tropenkrankheit Nr. 1 - die Erkältung. Je nach Plan bleiben wir hier 4-5 Nächte.

Während die Unterkünfte auf allen Touren im Preis enthalten sind, wäre es in Mysore falsch, Dich an eine gebuchte Vollpension zu binden. Es soll zwar jetzt ein Restaurant im Palace Plaza geben - die Vielfalt der Spezialitäten im nahen Parklane oder Shilpashri werden uns aber immer wieder aus dem Hotel locken.

Von diesen guten Restaurants, vom sehenswerten Devaraja-Früchte- & Blumenbasar und vom Maharaja-Mainpalace ist das Hotel nur Fußminuten weit entfernt - deshalb nehmen wir es immer wieder gern. Auch wenn der Name “Chandra Palace“ eine ****Komfortklasse suggeriert, die das Haus nicht erreicht.

Ausflüge und Stadtbummel: Hier nur Stichworte: Mainpalace, Basar, Lalitha Mahal Palace, Somnathpur, Srirangapatna, Ranganathittu-Vogelparadies, Sravana Belagola, Halebid, Belur, Puttharpathi (Sai Baba) - näheres hierzu im Reiseplan der aktuellen TravelNews und in meinem Kerala-(ver)-Führer.   

 

Nadavayal

Der Besuch mit Übernachtung bei Raju’s Schwester Jessy ist optional - aber sehr zu empfehlen. Jessy war immer der Sonnenschein auf Vettikavumgal - und seit sie mit Charly verheiratet ist und auf seiner Ikkara-Farm am Rande des trop. Regenwalds in Nadavayal (Nachbardistrikt Wyanad) lebt, haben unsere Gäste begeistert von ihrer warmherzigen Gastfreundschaft berichtet.

Kaum jemanden hat es da gestört, daß wir im Ikkara-House etwas zusammenrücken müssen und daß der eine oder andere über den Gang zur Dusche bzw. Toilette müssen.

In der Nachbarschaft leben Adivasi-Stammesgruppen, und jenseits des Narasipuzha-Creek lohnt sich ein Spaziergang durch wirklich uralte Dschungelgebiete - aber bitte: Verlauft Euch nicht wieder!

Jessys & Charlys Ikkara-Farm liegt am Wege, wenn wir von unserem Mysore-Ausflug zurückkehren. In der Nähe hat auch der Literaturpreisträger und Lehrer K.J. Baby seinen Traum (Malayalam: “Kanavu“) verwirklicht: Der Gurukulam Kanavu ist die Schule der Stammesgemeinschaften und unberührbaren Adivasi.

Ein Besuch bei Mr. Baby und seinen Kindern, ihre Gesänge und Tänze werden Dich tief beeindrucken.

(Foto: Jessy & Charly)

Kochi (Cochin)

Zwischenstation auf dem Weg von der Farm nach Kovalam: In der Doppelstadt Kochi-Ernakulam wählen wir ein Mittelklassehotel am Hafen. Das Sealord hat ein Restaurant, das ich in den letzten Jahren nicht empfehlen konnte. Das Frühstück war zwar in Ordnung aber der Service sehr langsam. Im benachbarten Southern Star haben wir uns dagegen sehr wohl gefühlt.

Dem Sealord gegenüber liegt die Mole, an der Raju für uns ein kleines Dieselboot chartert. Mit diesem Minikutter ist es sehr einfach, die vielen Sehenswürdigkeiten zu erreichen.

Wir besuchen die alte St. Francis Church, beobachten die Arbeit der Fischer an den berühmten chinesischen Senknetzen (Bild rechts), bewundern die Wandmalereien im Dutch Palace und die letzte Synagoge im Judenviertel von Mattancherry. Vielleicht landen wir zum Essen auf Bolghatty Island im gleichnamigen Palast.

Kochi hat seit einigen Jahren einen International Airport, der von einigen unserer bevorzugten Airlines angeflogen wird. In solchen Fällen kann Kochi auch zum Anfangs- und Endpunkt Deiner Kerala Discovery werden.

Bilder aus Kochi in der Kerala-Galerie unter "Kovalam & Umgebung"

Kovalam Beach

Endpunkt der Reise und der Blick in die Kulturenvielfalt an Keralas berühmtem Traumstrand. Hier treffen sich Individualisten aus aller Welt, um ein paar Tage zu relaxen, Yoga- oder Ayurvedagurus aufzusuchen oder im vielfältigen Angebot der Shops  auf Schnäppchensuche zu gehen.

Denn die Devisen der vielen Traveller haben auch Kulturgut aus allen Provinzen Indiens hierher gelockt - die Händler aus Norden (Nepal, Kashmir) sind mit der Kunst ihrer Heimat ebenso vertreten wie die bunten Zigeuner Karnatakas, die hier sogar schon in der dritten Generation seßhaft wurden. Zumindest in der Wintersaison, wenn die Touristen kommen.

Unterkunft: Hier in Kovalam gibt es an der Lighthouse-Bucht Hunderte von Restaurants, die für jeden Geschmack kulinarische Spezialitäten für wenig Geld anbieten. Deshalb haben wir dort keine Vollpension, sondern nur die Übernachtung gebucht. Der Standard entspricht der Unterbringung auf Vettikavumgal - und wenn die Zimmer mal nicht gefallen, besorgt man Dir ohne Probleme ein Zimmer in der Nachbarschaft (ggf. Aufpreis). Dort entstehen jedes Jahr neue Unterkünfte, und neue Zimmer sind nun mal gepflegter als alte. Andererseits werden die Gästehäuser ca. alle 3 Jahre renoviert.

Ausflüge: Für mich ist Kovalam ein Stützpunkt, von dem aus ich Ziele erreiche, die von der Vettikavumgal-Farm bis zu 600 km weit entfernt und unerreichbar sind. Von hier erreichen wir Pamanabhapuram, Suchindram, Kanyakumari und kommen bis zum gewaltigen Menakshi-Tempelkomplex in Madurai. Aber auch das nahegelegene Thiruvallam (Bootsfahrt) und die 20 km entfernte Hauptstadt Keralas, deren Namen niemand aussprechen kann: Thiruvananthapuram mit Basar, Fort und Tempelviertel.

Aber niemand ist Dir gram, wenn Du Dir bei Fisherman James einen Sonnenschirm charterst und in seinem Schatten am Beach die Augen schließest, um in Gedanken nochmals durch die Highlights dieser Erlebnisreise surfst. Derweil ziehen die Meenakarin mit zwei Meter langen Kingfischen an Dir vorbei, und Dir läuft das Wasser im Mund zusammen in der Vorfreude auf delikate Meeresfrüchte zum Dinner. Fazit: Shiva einen guten Mann sein lassen und die Vibrationen der Seele auspendeln - das ist ebenfalls ein legitimes Motto für den Aufenthalt in Kovalam. (Bilder in der Kerala-Galerie)

3.02.05: Kerala - mehr Auswahl für die Gäste in Kovalam

Die einen wollen mehr Ruhe, die anderen Action - wieder andere ein wenig von beidem. Wenn bisher das Neptune Guesthouse erste Wahl für unsere Strandverlängerung war, so haben wir jetzt für die gegensätzlichsten Interessen die richtige Unterkunft. Standard für unseren Kerala-Plan ist ab sofort das Ayurbay von Lalitha. Das passt zu unserer Reisephilosophie am besten. Wer mehr Action will:

Das Neptune war der Mittelwert. Auch von der Kategorie der Zimmer her mittlere bis schlichte Qualität - aber auch die Lage bezeichne ich als Mittelwert zwischen dem pulsierenden, lauteren Treiben direkt am Strand und einer ruhigen Lage zum Relaxen. Trotzdem ist man nach wenigen Schritten am Beach, morgens zum Frühstück in einer großen Auswahl verschiedener Restaurants mit Blick aufs Arabische Meer, danach zum Sonnen- oder Salzwasserbad und abends zum Flanieren entlang der lampiongeschmückten Strandzeile auf der Suche nach den verlockendsten Meeresfrüchten in einer netten Kneipe mit guter Oldie-Auswahl. Das Neptune bietet schlichten Komfort, aber guten Service und vor allem Ruhe, wenn man sie denn braucht. Deshalb war dieses Haus viele Jahre lang eine gute Wahl. Ab sofort aber sollen die beiden Extreme "Ruhe" und "Action" noch zwei weitere Alternativen bieten:

Das Neelakanta ist für die Hartgesottenen erste Wahl: Gepflegtere Zimmer mit Meerblick - aber abends lauter durch die westliche Popmusik aus den Lautsprechern des Restaurants unter Deinem Balkon. Das ist für die meisten kein Problem - man muß es nur wissen.


Dieses Jahr neu im AyurBay: Kokosgedeckte Bungalows im Stil antiker Keralahäuser geben Lalithas Anlage ein romantisches Flair. (Foto: Adelheid aus Magdeburg)

Lalithas mutiges Projekt 20 Minuten vom turbulenten Touristenstrand kam uns vor einigen Jahren wie gerufen. Ihr komfortables Resort "AyurBay" hat seinen eigenen Strand, gute vegetarische Küche und saubere Zimmer. Der Name "AyurBay" ist zudem Programm: Dr. Lalitha als "dienstälteste" Ayurvedaärztin Kovalams praktiziert nun in ihrer eigenen Bucht. Ich erinnere mich noch, wie sie sich mit ihrem Mann Mitte der 80er Jahre direkt unter dem Leuchtturm (Lighthouse) mit einer kleinen Praxis niedergelassen hat. Und ich muß sagen: Aus dem schlichten Kabuff ist etwas Großes geworden.

Zuerst haben wir den Gästen die Wahl gelassen. Wer mittendrin sein mochte, konnte sein Kovalam-Domizil an der Lighthouse Beach bekommen - wer die Ruhe suchte, ging in Lalitha's Ayurbay. Das ist auch heute noch möglich - aber alle unsere Gäste haben in letzter Zeit bei Lalitha gewohnt und waren es zufrieden. 


Dr. Lalitha Babu promovierte damals als erste weibliche Ayurveda-Ärztin Keralas

Von hier aus kann man traumhafte Wanderungen an menschenleeren Stränden machen. Vielleicht am Nachmittag nordwärts durch das Fischerdorf Vizhinjam, an der pinkfarbenen Moschee vorbei bis zum Lighthouse Beach, wo man nach Shopping & Dinner eine Motorrikscha zum AyurBay zurück nimmt. Im Newsletter INN 345 v. 28.04.06 zeige ich Euch jede Menge Bilder vom AyurBay, aus Kovalam und von seinen Ausflugsmöglichkeiten. Wie sich der Stützpunkt Kovalam in unseren KD-Reiseplan einbettet, siehst Du in den Routenplänen.

Wie Ihr gepolt seid, wird Raju schon im Vorwege herausfinden und Euch in Kovalam gleich zur richtigen Adresse bringen. So tragen wir künftig den manchmal sehr unterschiedlichen Ansprüchen an die letzten Tage in Indien Rechnung.

Jede Menge Fotos in der Kerala-Galerie "Kovalam & Umgebung"

 

 

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